Mo, 22. Oktober 2018

Erste Bank Open

21.10.2012 15:48

Del Potro gewinnt Wiener Stadthallen-Turnier

Der topgesetzte Juan Martin Del Potro hat am Sonntag das mit 550.000 Euro dotierte ATP-Tennisturnier in der Wiener Stadthalle gewonnen. Der Argentinier schlug den slowenischen Überraschungsfinalisten Grega Zemlja nach 1:41 Stunden mit 7:5 und 6:3. Für den 24-Jährigen war es beim dritten Antreten der erste Triumph in Wien und der insgesamt zwölfte Titel seiner Karriere.

"Ich bin nicht sehr gut gestartet, habe viele Fehler gemacht und war auch nervös", gestand Del Potro nach dem Match. Mit 4:2 führte der Außenseiter bereits und hatte bei 4:4 dann auch noch drei Breakbälle zum 5:4. "Da hatte ich auch etwas Glück im ersten Satz, als ich 2:4 hinten war und Breakbälle bei 4:4 abgewehrt habe", erinnerte sich "Delpo". Mit einem Break zum 7:5 stellte der Südamerikaner aber die Weichen zum dritten Titel in diesem Jahr nach Marseille und Estoril.

Ersten Wien-Titel seiner Mutter gewidmet
"Ich bin so glücklich. Ein Turnier zu gewinnen, bedeutet für jeden Spieler sehr viel", sagte Del Potro. Der US-Open-Sieger 2009 wurde seiner Favoritenrolle gerecht, obwohl er nach einer vierwöchigen Pause wegen einer Handgelenksverletzung in Wien sein Comeback feierte. Del Potro widmete den Erfolg seiner Mutter, da am Finaltag in Argentinien Muttertag gefeiert wurde. "Es ist heute mein kleines Geschenk an meine Mama."

Mit dem Sieg holte Del Potro 250 wichtige Punkte im Kampf um einen Platz beim ATP-World-Tour-Finale in London sowie einen Scheck in Höhe von 87.870 Euro, Qualifikant Zemlja musste sich mit 46.280 Euro trösten. Der Sensationsmann hatte den 1,98 Meter großen Spanier, dessen Name übersetzt "wildes Pferd" bedeutet, vor allem im ersten Satz ordentlich gefordert. Der 26-jährige Weltranglisten-70. aus Slowenien, der auf dem Weg ins Endspiel mit dem Belgier Xavier Malisse (Nummer 8 des Turniers), dem Deutschen Tommy Haas (3) und und dem Serben Janko Tipsarevic (2) gleich drei Gesetzte ausgeschaltet hatte, zeigte in seinem ersten Finale, warum er so weit gekommen war.

Kein Happy End für Knowle/Polasek im Doppel
Die Überraschungs-Champions im Doppel bei den Erste Bank Open heißen in diesem Jahr Andre Begemann und Martin Emmrich. Für Julian Knowle und Filip Polasek gab es am Sonntag nicht das erhoffte Happy End. Das als Nummer zwei gesetzte österreichisch-slowakische Doppel musste sich dem ungesetzten deutschen Duo nach 1:33 Stunden mit 4:6, 6:3 und 4:10 geschlagen geben. Für Knowle war es die dritte Niederlage in einem Wien-Finale, zuvor hatte er 2006 und 2009 jeweils mit Jürgen Melzer im Endspiel verloren.

"Natürlich ist das enttäuschend, aber man muss sagen, die haben es sich auch verdient. Sie waren sehr kompakt. Wenn man die Nummern eins, zwei und drei des Turniers schlägt, dann hat man auch verdient gewonnen", sagte Knowle in Richtung der Sieger. Gemeinsam mit Polasek spielt er heuer auf jeden Fall noch in Valencia, ob das Duo auch in Paris-Bercy in den Hauptbewerb rutscht, ist noch nicht sicher.

Knowle/Polasek bleiben auch 2013 ein Team, das haben die beiden ausgemacht. Der 38-jährige Vorarlberger denkt noch nicht ans Aufhören und will weiter an sich arbeiten. "Ich muss ein bisschen mehr Speed in den zweiten Aufschlag hineinbekommen." Ein Ende hat er noch nicht geplant. "Vor einem Jahr hat man mir gesagt, ich soll zum 55. Mal endlich einmal aufhören. Alles in allem ist es das Jahr, in dem ich in meiner Karriere eigentlich am stolzesten bin. Nach dem wirklich schwierigen Jahr 2011 in nicht mehr ganz jungem Alter so zurückzukommen, macht mich persönlich stolz", sagte der Wahl-Wiener.

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