Unterricht

Lehrpersonen sind in Vorarlberg weiter Mangelware

Vorarlberg
14.05.2024 17:05

Das Land Vorarlberg sucht händeringend nach Pädagogen und Quereinsteigern für das kommende Semester, denn wieder einmal sind noch längst nicht alle offenen Stellen besetzt. 

Vorarlberg bemüht sich weiter um zusätzliche Lehrkräfte für das kommende Schuljahr. 544 verfügbaren Voll- und Teilzeitstellen stehen Mitte Mai 376 Bewerber gegenüber. Das bedeute aber nicht, dass noch 170 Lehrpersonen fehlten, betonten Landeshauptmann Markus Wallner und Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink (beide ÖVP) am Dienstag. Eine Person könne mehrere der teils nur wenige Stunden umfassenden Stellen besetzen. „Die Situation ist nicht so dramatisch, wie sie oft dargestellt wird“, stellte Schöbi-Fink klar.

Allerdings werden noch weitere Lehrpersonen gesucht. Besonders gefragt sind dabei klassenführende Lehrer für Volksschulen, hier fehlen derzeit noch 20 Kräfte für die insgesamt rund 1080 Vorarlberger Volksschulklassen. Das Land bemüht sich seit Jahren, durch verschiedene Maßnahmen die Personalsituation zu verbessern.

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Die Situation an den Vorarlberger Schulen ist nicht so dramatisch, wie sie oft dargestellt wird. Eine Person kann mehrere der teils nur wenige Stunden umfassenden Stellen besetzen.

Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) (Bild: Mathis Fotografie)

Landesrätin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP)

Einige davon zeigen offenbar auch Erfolg, so ist die Zahl der Bewerber für den Pflichtschulbereich laut Bernd Juen von der Bildungsdirektion heuer um 24 Prozent höher als im vergangenen Jahr. In erster Linie versuche man, mehr junge Leute für ein reguläres Lehramtsstudium zu interessieren, auch durch Schnupperpraktika an Pflichtschulen für Oberstufenschüler. Gleichzeitig wird auf Quereinsteiger und Lehrkräfte aus anderen Ländern gesetzt. Im laufenden und vergangenen Schuljahr wurden insgesamt 142 Quereinsteiger eingestellt.

Unter den diesjährigen Bewerbern fanden sich auch 21 Personen aus dem Ausland und 58 aus anderen Bundesländern. Diese erhalten als Vergünstigung für zwei Jahre einen Mietzuschuss von 180 Euro monatlich. Einen weiteren Anreiz soll ein gratis Klimaticket für alle Lehrpersonen, die weiter als zwei Kilometer von ihrer Schule entfernt wohnen, bieten.

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