„Besserer Mensch“

US-Häftling lernt Jus und verkürzt Strafe

Ausland
22.04.2024 18:00

Statt 100 Jahre saß er nur 25 ein und studiert jetzt an einer Eliteuniversität. Der US-Amerikaner Benard McKinley

Als er erst 16 Jahre alt war, wurde Benard McKinley wegen eines Gang-Mordes verhaftet und mit 19 Jahren zur Höchststrafe von 100 Jahren verurteilt. „Schon im Bus auf dem Weg ins Hochsicherheitsgefängnis schwor ich mir, dass ich alles versuchen werde, um ein besserer Mensch zu werden“, verrät er heute.

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Schon im Bus auf dem Weg ins Hochsicherheitsgefängnis schwor ich mir, dass ich alles versuchen werde, um ein besserer Mensch zu werden.

Benard McKinley, Ex-Häftling und Anwalt

Tatsächlich holte er hinter Gittern den Schulabschluss nach – aber nicht nur das. Als er sah, wie viel Geld seine Familie für seine Berufungsverfahren aufbringen musste, informierte er sich selbst über die Gesetze und vertrat daraufhin nicht nur sich selbst, sondern wurde auch Anwaltshilfe für seine Mitinsassen: „Ich wollte einfach den anderen helfen. Sie sind auch nur Menschen.“ 2018 belegte Benard ein für Häftlinge ins Leben gerufenes Fernuni-Programm und schaffte so 2022 nicht nur seinen Bachelorabschluss, sondern überzeugte das Berufungsgericht, seine Strafe auf 25 Jahre zu reduzieren.

Vorbild für andere
Als er vergangenen Dezember im Alter von 39 Jahren freikam, meisterte auch den Aufnahmetest an der berühmten Northwestern Law School, die eine Aufnahmequote von nur vier Prozent hat. „Es fühlt sich fantastisch an, ein Vorbild für andere zu sein und meine Familie stolz zu machen!“

 Kronen Zeitung
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