Das Handy piepst, dem Navi zuhören, Klimaanlage oder Radio einstellen: Gerade hinter dem Steuer lockt die Ablenkung. Eine neue Sicherheitsinitiative von ÖAMTC und Land Kärnten will Jugendliche für dieses Thema sensiblisieren.
Hand aufs Herz: Wer hat hinterm Steuer nicht schon einmal kurz auf das Handy geblickt, den Radiosender gewechselt oder schnell das Navi gecheckt? Wer mit Tempo 80 unterwegs ist, legt mit dem Auto dabei 70 Meter im „Blindflug“ zurück – eine Gefahr. „Die Unfallstatistik zeigt, dass Ablenkung noch immer die Unfallursache Nummer eins ist. Die Altersgruppe von 15 bis 24 Jahre ist hier besonders gefährdet“, berichtet Landesrat Sebastian Schuschnig.
Um bereits Jugendliche auf die Gefahren der Ablenkung im Straßenverkehr aufmerksam zu machen, unterstützt das Land Kärnten eine Verkehrssicherheitsinitiative, die vom ÖAMTC Kärnten entwickelt wurde. „Das Programm besteht aus drei Modulen und richtet sich an Jugendliche ab einem Alter von 14 Jahren“, erklärt Johanna Mutzl, Präsidentin des ÖAMTC Kärnten.
Bei dem „Safety Mobility Day“ geht´s aber nicht nur um die reine Theorie. Die Mädchen und Burschen sollen im Rahmen einer Computer-Simulation und mit einer VAR-Brille selbst „erfahren“, wie schnell man abgelenkt ist. „Das Gerät ist einzigartig und wurde von einem Unternehmen aus Linz entwickelt“, so Stefan Valentinitsch, Leiter des ÖAMTC Mobilitätspark in Villach. Die Kinder nehmen außerdem in einem speziellen Auto Platz und tragen sogenannte Rauschbrillen. Auf Zuruf müssen sie bremsen. „Die Jugendlichen erfahren so, Entfernungen einzuschätzen und wie sich ein Rausch auf die Wahrnehmung auswirkt.“
Noch freie Kurstermine
Die Kurse finden nachmittags im Villacher Mobilitätspark statt und können von Schulen kostenlos in Anspruch genommen. Anmeldungen sind noch direkt beim ÖAMTC Mobilitätspark möglich. Zeitgleich können bis zu 50 Schülerinnen und Schüler betreut werden, die an diesem Tag die drei Praxismodule durchlaufen.
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