Ein 34 Jahre alter Ungar sieht sich derzeit am Landesgericht Feldkirch mit grausamen Misshandlungsvorwürfen konfrontiert. Die Schilderungen seiner Ex-Freundin schockieren.
Selbst für langjährige Gerichtsreporter sind die Aussagen des Opfers kaum zu ertragen. Im Prozess am Donnerstag schildert die 35-jährige Ungarin unter Tränen die gemeinsame Zeit mit dem Angeklagten. „Einmal hat er mich am Schopf gepackt und meinen Kopf auf die Tischplatte geschlagen. Dann packte er mich am Arm und schmiss mich zu Boden. Ein anderes Mal war er derart aggressiv, dass er mir Hundekot ins Gesicht und auf meine Kleider schmierte.“
Einmal hat er mich am Schopf gepackt und meinen Kopf auf die Tischplatte geschlagen. Dann packte er mich am Arm und schmiss mich zu Boden.
Opfer
Das Ziel ihres Ex-Freundes sei es immer gewesen, sie zu erniedrigen. Sie habe deshalb zu jener Zeit auch sehr viel geweint. In der vierjährigen Beziehung sei es wegen der Drogengeschichten des Angeklagten immer wieder zu Streitigkeiten zwischen dem Paar gekommen – und nicht selten eskalierten die Auseinandersetzungen in roher Gewalt: „Aber nicht seine Schläge waren das Schlimmste, sondern die psychische Grausamkeit. Ich glaube bis heute, dass ich nichts wert bin.“
„Ich habe die Schuld immer bei mir gesucht“
Auf Nachfrage des Richters, weshalb sie dann trotzdem mit ihrem Peiniger in eine Wohnung im Bregenzerwald habe ziehen wollen, antwortet die Frau: „Er konnte ja auch nett sein. Also habe ich ihm immer wieder verziehen und die Schuld am Ende bei mir gesucht. Oft hat er gesagt: Komm, wir lassen alles hinter uns und fangen ganz neu an.“ Erst als die Frau erfuhr, dass sie der 34-jährige Brutalo auch noch betrügt, erstattete sie Anzeige.
Der Angeklagte seinerseits bestreitet alle Vorwürfe – noch. Der Prozess wurde auf Mai vertagt, dann sollen auch weitere Zeugen einvernommen werden.
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