„Ich war es selbst, es hat keinen Überfall gegeben“ – jetzt rückte eine junge Linzerin mit der Wahrheit heraus und wechselt damit von der Opfer- in die Täterrolle. Sie hatte nämlich vorgegeben, von einem Räuber niedergestochen worden zu sein – doch sie hatte sich selbst gestochen. Ihr Motiv ist bizarr.
Fünf Monate hielt sie die Lüge aufrecht, nun gab eine 21-jährige Linzerin zu: „Ich habe mir ein Messer selbst in den Bauch gestochen und einen Angriff durch einen unbekannten Täter nur vorgetäuscht!“ Im Oktober des Vorjahres hatte sie in der Linzer Fröbelstraße um Hilfe gerufen und war mit einem Bauchstich im Spital versorgt worden. Ein Räuber hätte sie niedergestochen, gab die Verletzte zu Protokoll, sogar das Landeskriminalamt ermittelte in diesem Fall.
Nun kam die Wende: Die Linzerin gab zu, dass sie selbst es gewesen war, die sich ein extra dafür gekauftes Messer in den Oberbauch gestochen und den Überfall erlogen hatte.
(1) Wer einer Behörde oder einem zur Entgegennahme von Anzeigen zuständigen Beamten die Begehung einer mit Strafe bedrohten Handlung wissentlich vortäuscht, ist, wenn er nicht nach dem § 297 Abs. 1 mit Strafe bedroht ist, mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.
(2) Nach Abs. 1 ist nicht zu bestrafen, wer freiwillig bewirkt, dass die Tat keine behördliche Ermittlung zur Folge hat.
Motiv für die Tat war, dass sie damit zeigen wollte, wie gefährlich es im Linzer Franckviertel sei. Außerdem seien bei Straftaten, bei denen sie dabei gewesen sei, die Beschuldigten „zu billig“ davongekommen – daher wollte sie die Aufmerksamkeit erregen. Jetzt wird sie selbst wegen der Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung angezeigt.
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