Mi, 19. Dezember 2018

Out gegen Düdelingen

24.07.2012 19:53

Trotz 4:3-Sieges: Peinliche Bullen von Nobodys eliminiert

Die Blamage ist perfekt! Meister Salzburg ist am Dienstag in der zweiten Champions-League-Qualifikationsrunde an den Nobodys aus Düdelingen gescheitert. Zwar gewannen die Schützlinge von Trainer Roger Schmidt das Rückspiel in der Mozartstadt nach 0:1- und 2:3-Rückstand noch mit 4:3, doch aufgrund der Auswärtstorregel müssen sie bei einem Gesamtscore von 4:4 frühzeitig die Segel streichen.

Zur Pause führte Salzburg dank Treffern von Jakob Jantscher (28.) und Martin Hinteregger (37.) nach Rückstand (Steinmetz/26.) noch mit 2:1, geriet nach 57 Minuten aber neuerlich mit 2:3 ins Hintertreffen. Ein Foulelfmeter von Cristiano (81.) und ein Tor von Gonzalo Zarate (82.) zum 4:3 ließ die Bullen in der Schlussphase noch einmal kurz Hoffnung schöpfen - vergeblich.

In der Infobox kannst du abstimmen: Ist die Blamage gegen Düdelingen schlimmer als jene des ÖFB-Teams gegen Färöer?

Historischer Triumph für Düdelingen
Eine der größten Blamagen des österreichischen Fußballs war damit perfekt. Ausgerechnet der mit Halbprofis bestückte luxemburgische Meister, der bisher nie über die zweite Qualifikationsrunde eines europäischen Bewerbs hinausgekommen war, wurde Österreichs Ligakrösus zum Verhängnis. Bitter auch für die österreichischen Ambitionen, in der UEFA-Fünfjahreswertung den fünften Startplatz ab der kommenden Saison zu verteidigen. Noch sind freilich Rapid, Ried und die Admira in der Europa League vertreten.

Im Vergleich zum Hinspiel nahm Schmidt mehrere Veränderungen vor, seine Elf glich jener vom 2:0-Sieg bei Sturm Graz am Samstag. Als Solospitze durfte allerdings wieder Stefan Maierhofer ran, weil sich der Doppeltorschütze gegen Sturm, Jonathan Soriano, im Hinspiel mit einer Schwalbe Gelb-Rot eingehandelt hatte. Neo-Bulle Stefan Ilsanker rückte für Franz Schiemer (Kopfblessur) aus dem defensiven Mittelfeld in die Innenverteidigung. Seinen Platz nahm Christoph Leitgeb ein.

Elferwürdiges Foul nicht geahndet
Das Konzept der Salzburger, die nicht nur gegen Außenseiter mit viel Pressing und offensiver Ausrichtung spielen wollen, war von Beginn an klar ersichtlich, aber kaum von sehenswerten Angriffen gekrönt. So kamen die geforderten steilen Pässe in die Spitze nur selten. Einzig ein elferwürdiges Foul von Düdelingen-Goalie Joubert an Maierhofer sorgte zu Beginn für Aufregung.

Vielmehr nützten die Gäste die sich bietendenden Räume für mehrere gefährliche Konter und gingen in der 26. Minute durch Steinmetz sogar in Führung - Mendes hatte mit einem schweren Abspielfehler völlig unbedrängt an der Mittellinie großen Anteil am Fehlstart.

Salzburg fand dank Fortuna zwei Minuten später die perfekte Antwort: Mendes brachte mithilfe eines Luxemburger Verteidigers den Ball am Sechzehner zu Jantscher, der trocken zum Ausgleich ins lange Eck einschoss. Und wieder neun Minuten darauf war Hinteregger zur Stelle: Ein Jantscher-Eckball fiel ihm auf den angelegten Arm und in der Folge ins Tor der Gegner, die vergeblich auf Handspiel reklamierten.

Maierhofer vergibt Chance kläglich
Kurz vor der Pause offenbarte dann Maierhofer technische Schwächen, verstolperte nach einer guten Aktion Jouberts gegen Jantscher den Ball nur wenige Meter vor dem Tor kläglich. Für ihn kam zur Pause Cristiano, und der erlebte den nächsten Schock gleich hautnah: Wieder leisteten sich die Salzburger einen Fehler im Mittelfeld, Joachim ließ auf der rechten Seite drei Gegenspieler gekonnt aussteigen und machte das 2:2 (48.).

Der Anfang vom Ende für die Salzburger, die sich neun Minuten später wieder eine halbherzige Abwehraktion leisteten und durch einen neuerlichen Steinmetz-Treffer endgültig k. o. gingen: Der Doppeltorschütze ließ erst Mendes stehen und setzte mit einem nicht besonders scharfen, aber präzisen Flachschuss Salzburgs Goalie Alexander Walke schachmatt.

Drei Tore benötigte Salzburg zu diesem Zeitpunkt, um den Aufstieg doch noch zu schaffen. Lange Zeit schienen die apathisch wirkenden Gastgeber aber nicht in der Lage, das Spiel noch zu drehen - auch nachdem Benzouien in der 74. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste.

Dank eines Foulelfmeters von Cristiano (81.) und eines Tors von Gonzalo Zarate (82.) zum 4:3 schöpfte man in der Schlussphase dann aber noch einmal kurz Hoffnung. Doch auch fünf Minuten Nachspielzeit und ein Sturmlauf konnten am Salzburger Drama nichts mehr ändern. Hinteregger brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: "Das ist eine Katastrophe."

"Müssen Wiedergutmachung betreiben"
Coach Roger Schmidt erklärte: "Wir waren fußballerisch zu schwach, um Düdelingen auszuspielen. Die Spieler haben die Verantwortung immer weiter geschoben. Anscheinend konnte unser junges Team mit dem Druck nicht umgehen. Dass wir den Weg nach Europa nicht geschafft haben, ist eine große Enttäuschung. Wir müssen uns jetzt professionell verhalten und Wiedergutmachung betreiben. Die Saison ist ja noch lange."

Didier Philippe, der Trainer Düdelingens, meinte: "Es war eine sehr emotionale Partie. Wir wollten auf Konter spielen, das ist uns gelungen. Dass wir in Führung gegangen sind, war für mich eine Überraschung. Als Düdelingen braucht man gegen Salzburg natürlich auch etwas Glück. Das 1:0 im Heimspiel war für mich kein Wunder, das war erst der Aufstieg. Mit einem kommenden Gegner habe ich mich noch nicht beschäftigt."

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