Montagfrüh war es in der Zentralberufsschule an der Linken Wienzeile in Wien zu einem Großeinsatz von Cobra und WEGA gekommen. Ein Schüler soll einen anderen mit einer Waffe gesehen haben.
Die Zentralberufsschule an der Linken Wienzeile in Wien-Mariahilf war in den Morgenstunden von Polizeiautos umstellt. Die Schüler versteckten sich in den Klassen und spähten verängstigt aus den Fenstern. Ein Schüler soll mit einer Waffe und einer Schutzweste gesichtet worden sein.
In den Videos eines „Krone“-Leserreporters ist zu sehen, wie sich Schüler in den Klassenräumen verbarrikadieren. Dazu verwenden sie alles, was sie zur Verfügung haben, wie etwa Sessel und Tische.
Währenddessen stürmten das Einsatzkommando Cobra und die WEGA die Schule. Auch ein Polizeipanzer fuhr vor. Nachdem die Schule Stock für Stock durchsucht worden war, fanden die Beamten schließlich den gesuchten Schüler mit einem Paintball-Markierer bziehungsweise einer Spielzeugwaffe vor. Konkret handelt es sich um eine Druckluftwaffe, ein Spielgerät für Paintball-Spiele.
Waffe „zur Selbstverteidigung“ mitgenommen
Die Umstände werden in laufenden Ermittlungen abgeklärt, die gesetzten Maßnahmen im Bereich der Schule wurden schrittweise zurückgefahren, wie die Wiener Polizei auf X mitteilte. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt oder bedroht. Der Bursch gab bei seiner Einvernahme an, die Waffe „zur Selbstverteidigung“ mitgehabt zu haben.
Der Schulbetrieb wurde im Laufe des Tages wieder aufgenommen. „Die genaueren Umstände werden wir noch analysieren, sobald sie vorliegen“, schrieb Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr auf der Plattform X.
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