Den Campus der Fachhochschule Krems bevölkern seit dieser Woche 26 neue Studenten. Im Fokus des Lehrgangs der „SeniorInnenUni“ liegt ehrenamtliches Engagement.
Mit 55+ noch einmal Uni-Luft schnuppern! Genau das dürfen die Teilnehmer des neuen Lehrgangs der „SeniorInnenUni“, der diese Woche an der IMC FH Krems startete. Senioren aus allen Teilen des Landes - vom Bezirk St. Pölten über Zwettl bis zu Neunkirchen - nutzen die Chance, Kenntnisse in Themenbereichen, wie Gesundheit, IT, Digitalisierung, Recht oder auch Persönlichkeitstraining zu erwerben. Das Hauptaugenmerk liegt auf ehrenamtlichem Engagement, das in einer Projektarbeit umgesetzt werden soll.
Auch im Alter dürfe man sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, betont Projektleiterin Sabine Steinkellner: „Neugierde hält die Menschen jung und fit. Und gerade im Alter haben viele Zeit, sich auch ehrenamtlich mehr einzubringen. So entkommen einige Leute sehr gut der Einsamkeit im Alter.“ Die anfängliche Unsicherheit sei nach der ersten Woche schnell verflogen, sie würden in diesem neuen Lebensabschnitt bereits wirklich aufblühen, freut sich Steinkellner.
Senioren schnuppern Uniluft
Topmotiviert sind die Studierenden jedenfalls. Darunter auch Karl Haas (64) aus Krems. Der „Quotenmann“ des Lehrgangs hat das Unileben zuvor nie kennengelernt: „Ich gebe zu, ich war schon aufgeregt. Die Situation ist komplett neu für mich. In den ersten Tagen haben wir schon viele unterschiedliche Sichtweisen zu Themen vorgetragen bekommen, über die ich davor eine feste Meinung hatte“, berichtet der pensionierte Unternehmer über die Erweiterung des Horizonts.
Es ist schön, unter vielen jungen Studierenden in der Mensa oder auch im Kaffeehaus zu sein. Man wird mitgerissen und fühlt sich auch wieder ein wenig jung.
Jutta Angerer aus Rohrendorf, Bezirk Krems
Auch Jutta Angerer aus dem Bezirk Krems hat das Studentenleben nur von ihrer Tochter gekannt. Sie freut sich sehr, Teil der diesjährigen „SeniorInnenUni“ zu sein: „Dass ich das jetzt auch noch erleben darf, ist toll!“ Die 65-Jährige konnte sogar noch drei Freundinnen für den Lehrgang begeistern.
Mehr oder weniger ein Comeback feiert Helga Kamenicky (63), pensionierte Sonderschullehrerin aus Krems. Zuvor besuchte sie bereits die Donau Uni und möchte sich hier noch weiterentwickeln. Umso besser, dass die Urlaubsplanung mit den Modulen gut zusammenpasst!
Ich habe immer gewusst: Wenn ich mein Berufsleben beende, möchte ich unbedingt ein Studium absolvieren. Ich bin sehr dankbar, einen Platz hier bekommen zu haben.
Helene Winkler aus Weißenkirchen, Bezirk Krems
Helene Winkler (63) aus der Wachau kann den nächsten Unitag gar nicht mehr erwarten: „Ich genieße es hier. Es ist auch schön zu sehen, dass wir alle nach dem ersten Modul schon wie Freunde auseinandergegangen sind!“
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