Hightech-Laptops mit Spezialsoftware machen es möglich: Die Polizei kann Fahrzeugdaten von Lkw nun ohne Anhaltung auslesen, um „Risikofahrer“ sofort aus dem Verkehr zu ziehen. Innenminister Gerhard Karner hat den 400 Autobahnpolizisten der zehn Inspektionen an Niederösterreichs großen Verkehrswegen nun 63 Geräte überreicht.
Es ist ein Gefahren-Cocktail auf unseren Straßen: Lkw-Verkehrsunfälle haben besonders katastrophale Folgen - und die Hauptursache ist Übermüdung: Laut einer Studie der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF) gaben knapp zwei Drittel der Lkw- und Busfahrer an, regelmäßig trotz Müdigkeit ans Steuer zu müssen. Missachtung verpflichtender Ruhezeiten sowie Manipulationen der digitalen Kontrollgeräte in den Schwerfahrzeugen sind leider Folgen des zunehmenden Leistungsdrucks in der Branche.
Manuelle Kontrollen entfallen: Es trifft nur die „schwarzen Schafe“
Mit einer digitalen „Wunderwaffe“ kann die Landesverkehrsabteilung Niederösterreich nun alle Fahrdaten auslesen - und zwar während die Lkw vorbeifahren. Eine neuartige Analysesoftware macht es möglich: Innenminister Gerhard Karner überreichte am Kontrollplatz der Weinviertler Nordautobahn A 5 bei Schrick (Bezirk Mistelbach) 63 Laptops: Zum Einsatz kommen sie nun in den landesweit zehn Autobahnpolizeiinspektionen, die mit knapp 400 Kontrollorganen das weit verzweigte hochrangige Verkehrsnetz kontrollieren.
Rasches „Handeln“ kann folgenschwere Unfälle verhindern
Möglichst rasch die (tonnen-)schweren Risikofahrzeuge von den Straßen zu bekommen, senkt das Risiko sehr schwerer Unfälle, so Karner: „Die Auswertesoftware ist ein wichtiges Tool, um dieser Herausforderung effektiv zu begegnen.“
Unser Bundesland ist führend bei Schwerverkehr-Kontrollen: Von 83.000 österreichweiten Checks im Vorjahr entfielen 25.700 auf NÖ (30%). Satte 224.000 Beanstandungen - vor allem technische Mängel - wurden bundesweit entdeckt (NÖ: 80.000).
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