Es ist eine Österreich-Premiere für innovative Photovoltaik-Technik im Hochgebirge: Seit Dezember testen die Bergbahnen Sölden am Tiefenbachgletscher auf 2.850 Metern eine neue, in Tirol entwickelte Lösung zum Erzeugen von Sonnenenergie. Damit ließe sich rund ein Drittel des Strombedarfs direkt vor Ort abdecken.
Viele Wintersportler am Tiefenbachgletscher verharren und fragen sich: Was ist denn das? Die Antwort kennt Philipp Falkner, Prokurist der Bergbahnen Sölden: „Seit Dezember testen wir auf 2850 Metern eine neue Lösung zum Erzeugen von Sonnenstrom. Erfüllen sich die Erwartungen, planen wir das Projekt deutlich auszuweiten. In dieser Saison sammeln wir wichtige Erfahrungen und können abschätzen, ob sich dieses System auch für einen größeren Einsatz eignet.“ Ein möglicher Ausbau kann ohne aufwändige Maßnahmen realisiert werden, denn die notwendige Infrastruktur wie Bauwege, Stromleitungsnetz und Trafostationen zum Einspeisen der vor Ort erzeugten Energie sind am geplanten Standort bereits vorhanden.
Entscheidung nach dieser Saison
„Die Entwicklung des patentierten Systems der Tiroler Firma Helioplant ebnet den Weg für eine effiziente Energieerzeugung im Hochgebirge“, erläutert Projektleiter Eberhard Schultes. Die Konstruktion bleibe selbst bei intensiven Niederschlägen im Hochwinter schneefrei und verbrauche weniger Fläche. Durch doppelseitige Photovoltaik-Elemente steigere sich der Energieertrag. Zudem lasse sich die Installation wesentlich flexibler und kostengünstiger gestalten als herkömmliche Linienanlagen.
Weiterer Pluspunkt: Durch die exponierte Lage auf 2.850 Metern Seehöhe ergebe sich ein Mehrertrag von 40 Prozent gegenüber dem Tal. Sollten sich die Ötztaler nach der Testphase für dieses Österreich-Novum entscheiden, würde der selbst produzierte Solarstrom rund 30 Prozent des Bedarfs decken.
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