"Gegen Hausordnung"

Beschwerde wegen Frisur: Schüler soll Perücke tragen

Österreich
08.05.2012 10:21
Wirbel an den Kärntner Tourismusschulen in Villach: Wegen eines provokanten Haarschnitts wurde ein Schüler aufgefordert, eine Perücke aufzusetzen - ein Lehrer hatte sich wegen des "Irokesenschnitts" beim Direktor beschwert. Dieser berief sich auf die Hausordnung und suspendierte den Schüler vorübergehend.

Seit Marcel W. am Freitag beim Friseur war, entsprechen seine Haare nicht mehr der Hausordnung. "Ich wurde am Montag angerufen, dass mein Sohn auf Anordnung des Direktors sofort abzuholen wäre", so sein Vater Christian W.

Nur durch "Tragen einer Perücke" zu korrigieren
Der Tröpolacher fuhr in die Schule, um die Sache aufzuklären. "Ich erfuhr dort, dass es nicht angehe, dass Marcel einen Irokesenschnitt trage. Zu korrigieren wäre das nur durch das Tragen einer Perücke."

"Es gibt eine eindeutige Hausordnung, in der von Kurzhaarschnitt die Rede ist. Mit dieser Frisur kriegt der Bursche in keinem Fünf-Sterne-Hotel einen Job", so die Erklärung von Direktor Gerfried Pirker.

"Sicher kein Irokese"
Christian W., selbst ehemaliger Tourismus-Schüler und 4-Sterne-Hotelier, sieht das anders und hat die Landesschulrätin eingeschaltet. Friseur-Innungsmeister Georg Wilhelmer: "Das ist quasi eine kurze Kurzhaarfrisur, modisch, aber korrekt - und sicher kein Irokese."

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