Viele Menschen sind beim Thema Wildtiere äußerst vorsichtig: Ein Wanderer flüchtete im Tauerngebiet in Todesangst auf einen Baum. Einen ähnlichen Vorfall gab es bereits vor wenigen Jahren in Salzburg.
Der Vorfall hatte sich bereits am 30. September zugetragen: Um 03:23 wurde die Bergrettung Mallnitz zu einem Einsatz alarmiert: Eine Person komme nicht mehr weiter, ist etwa 200 Meter vom Wasserfall Tauernbach entfernt, lautete die Einsatzmeldung.
Brunftiger Hirsch röhrte
Nach der Kontaktaufnahme erfuhren die Bergretter, dass der Mann vor einem vermeintlichen Bären geflüchtet war und sich daraufhin auf einem Baum in Sicherheit gebracht hatte. „Nach zwei Stunden rief er die Bergrettung um Hilfe. Dabei stellte sich heraus, dass es sich nicht um einen brüllenden Bären, sondern um einen brunftigen Hirsch handelte. Somit konnte die unverletzte Person allein ins Tal absteigen“, verraten die Bergretter auf ihrer Facebook-Seite.
Wienerin und Vorarlberger erlebten diese Angst auf der Palfner Hochalm
Ein ähnlicher Vorfall hatte sich bereits im Herbst 2018 in Salzburg zugetragen. Damals hörten zwei verirrte Wanderer in Bad Gastein einen vermeintlichen Bären brüllen, flüchteten auf einen Hochsitz und mussten von neun Bergrettern geborgen werden. Bei den Rufen hatte es sich um das Liebeswerben eines Rothirsches gehandelt.
Laute Brunftzeit
Im September und Oktober ist mit der Brunftzeit der Hirsche zu rechnen. Während die Brunft bei Rehen eher still abläuft, ist sie bei Hirschen richtig laut. Sie röhren, orgeln und kämpfen miteinander, um die Gunst der Hirschkuh zu erringen.
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