Nach packendem 3:3

Alarm bei Rapid: „Abstand schon wieder sehr groß!“

Fußball National
18.09.2023 07:34

Rapid kommt in der Bundesliga nicht vom Fleck. „Es müssen jetzt dann die Ergebnisse irgendwann einmal passen auch. Es wird nicht leichter, der Abstand ist schon wieder sehr groß. Das sieht man an der Tabelle“, schlägt Marco Grüll Alarm. 

Bezeichnend für die bisherige Heimspiel-Saison der Wiener war das 3:3 am Sonntag gegen den WAC, das von Pech, Unvermögen und wohl auch Naivität gekennzeichnet war. Zweimal erweckten die Grün-Weißen die schon besiegt geglaubten Kärntner noch zum Leben. „Wir müssen schnell lernen. Wir müssen es abstellen“, kommentierte Trainer Zoran Barisic die Ergebniskrise. Als Sechster hat Rapid zehn Punkte Rückstand auf Leader Salzburg.

Drei Bundesliga-Partien in Serie nicht gewonnen, bewerbsübergreifend warten die Hütteldorfer bereits vier Spiele auf einen vollen Erfolg. Vor heimischem Publikum im Allianz Stadion hat man in dieser Spielzeit nur in der zweiten Runde gegen Altach reüssiert, gegen Hartberg (0:1), WSG Tirol (1:1) und eben den WAC gelang dies nicht. „So wie wir in dieser Saison Fußball spielen, das kann sich definitiv sehen lassen. Wir haben eine Unzahl an Tormöglichkeiten“, sagte Barisic. Dass man sich zumeist nicht belohnen könne, „tut extrem weh“.

Zoran Barisic (Bild: GEPA pictures)
Zoran Barisic

Es gehe einerseits um die Effizienz vor dem gegnerischen Tor, andererseits darum, „gewisse Situationen unspektakulär weg zu verteidigen“, erklärte Barisic. Gegen den WAC resultierten immerhin drei Treffer. Wenn man gleichzeitig drei Tore kassiert, zeigt aber alles auf die Defensive als großer Makel. Barisic stimmte zu. „Es war ein Spiel, das wir eigentlich schon zwei Mal verloren hatten“, stellte auch WAC-Chefbetreuer Manfred Schmid fest. „Als Trainer war das heute sicher das verrückteste Spiel, das ich erlebt habe.“

Kongolo als tragische Figur 
Der Knackpunkt war der Elfmeter gegen Rapid in der 65. Minute, seine Berechtigung wurde am Ende auch von den meisten Grün-Weißen zähneknirschend akzeptiert. Die Doppelbestrafung in Form von Strafstoß und Roter Karte gegen Terence Kongolo entfaltete allerdings noch eine längere Nachwirkung. Der Niederländer mutierte so in seinem ersten Bewerbsspiel für Rapid zu einer manchmal tragenden, am Ende aber tragischen Figur. Denn mit nur zehn Mann fehlten den Wienern nach dem 3:2 durch Martin Moormann Abgeklärtheit und Kraft, das Ergebnis über die Zeit zu bringen.

Terence Kongolo (Bild: GEPA pictures)
Terence Kongolo

„Wir müssen da einfach schlauer sein und die Zeit runterspielen. Wir müssen daraus lernen“, sagte Marco Grüll. „Erfahrung, Cleverness, Coolness - man kann es nennen, wie man will. Natürlich kommt das dann mit den Spielen, mit den Erlebnissen“, betonte Barisic. Über den Schiedsrichter wollte der Rapid-Coach bei der Pressekonferenz explizit nicht sprechen. „Das machen andere Kollegen“, sagte er und legte stattdessen den Finger in die Wunde. Die Situation, die zum Ballverlust und dem Elfmeterfoul geführt hat, „kann man anders lösen, muss man auch anders lösen. Man muss nicht immer alles spielerisch lösen.“

Sturm, Cup und Derby
In der Gesamtbetrachtung ergibt sich für Rapid sowohl bei Punkten als auch beim Tabellenplatz nahezu ein Spiegelbild der Vorsaison. „Es müssen jetzt dann die Ergebnisse irgendwann einmal passen auch. Es wird nicht leichter, der Abstand ist schon wieder sehr groß. Das sieht man an der Tabelle“, sagte Grüll. „Wir müssen Partien wie heute einfach gewinnen. Das gibt es keine zweite Meinung.“ Am Sonntag wartet im nächsten Heimspiel mit Sturm Graz ein großer Brocken, nach der zweiten Cup-Runde geht es dann gegen die Austria im Derby in Favoriten.

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