Federer besiegte in seinem 1.000. Tennis-Einzel auf der ATP-Tour Del Potro mit 6:4, 6:3, 6:2. Nach gerade einmal 1:59 Stunden verwandelte der 16-fache Grand-Slam-Turnier-Sieger seinen ersten Matchball. Der Weltranglisten-Zweite Nadal gewann gegen den als Nummer sieben gesetzten Tschechen Tomas Berdych nach Anfangsschwierigkeiten mit 6:7(5), 7:6(6), 6:4, 6:3.
Im direkten Vergleich mit Vorschlussrundengegner Nadal liegt Federer 9:17 zurück. Das jüngste Duell der beiden Superstars beim ATP-Saisonfinalturnier im November in London ging klar an den Schweizer. Im Endspiel der Australian Open 2009 hatte hingegen der Spanier nach fünf Sätzen das bessere Ende für sich gehabt.
Bei Grand-Slam-Turnieren hat Federer gegen Nadal von neun Duellen nur zwei gewonnen. Der jüngste Sieg über Nadal bei einem Major liegt schon fast fünf Jahre zurück (Wimbledon 2007), seither verlor Federer gegen den Spanier zweimal in Roland Garros, einmal in Wimbledon und einmal in Melbourne.
Federer erwartet "immense Partie"
Deshalb erwartet er sich gegen den wiedererstarkten Nadal einen harten Kampf. "Ich erwarte auf jeden Fall eine immense Partie. Nadal überzeugte mich bislang. Er ist gut in Form. Vor einem Jahr merkte man ihm an, dass er gesundheitlich nicht topfit war. Diesmal ist das anders. Niemand sprach bislang in Melbourne von Nadal, obwohl er die Nummer 2 der Welt ist und hier schon gewonnen hat. Mich überraschte das", erklärte Federer.
An die Niederlagen verschwendet Federer keine Gedanken. "Für mich haben diese Partien, die zum Teil Jahre zurückliegen, keine Bedeutung mehr. Ich orientiere mich an den letzten Direktbegegnungen. Ich habe gegen Nadal ausgesprochen gut gespielt beim Masters in London, Anfang Jänner setzte es dann in Abu Dhabi noch eine Niederlage. Ich werde mir überlegen, was ich wieder so machen kann wie in London", so Federer.
Nadal hatte gegen Berdych einige Mühe und musste 4:16 Stunden für den Halbfinaleinzug arbeiten. "Ich habe vor allem im dritten und vierten Satz sehr gut gespielt", meinte Nadal und zeigte sich froh über seine auch in der Endphase gute Fitness. Gegen Federer erhofft er sich ein ähnlich denkwürdiges Spiel wie beim gewonnenen Finale vor drei Jahren.
Wozniacki verliert nach Niederlage Platz eins
Titelverteidigerin Kim Clijsters steht bei den Damen im Halbfinale. Die als Nummer elf gesetzte Belgierin gewann am Dienstag in Melbourne gegen die Dänin Caroline Wozniacki klar mit 6:3, 7:6(4). Wozniacki verliert durch diese Niederlage Platz eins in der Weltrangliste.
Clijsters trifft am Donnerstag in der Vorschlussrunde auf Victoria Asarenka. Die Weißrussin hat sich gegen die Polin Agnieszka Radwanska mit 6:7(0), 6:0, 6:2 durchgesetzt. Mit Asarenka, Petra Kvitova (CZE-2) und Maria Scharapowa (RUS-4) haben in Melbourne nun drei Spielerinnen die Chance, die Führung im Damen-Tennis zu übernehmen.
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