Bei Kälte und Schnee

Vater ließ Sohn (15) allein am Klettersteig zurück

Oberösterreich
08.08.2023 17:42

Schnee und Kälte können auch im Sommer für gefährliche Situationen im Gebirge sorgen. Das mussten auch ein 44-jähriger Deutscher und sein Sohn (15) einsehen. Die beiden gerieten am Dachstein in eine brenzlige Lage.

Die beiden fuhren am Dienstagvormittag von Ramsau am Dachstein mit der Dachstein-Südwandbahn auf den Hunerkogel. Von dort wanderten die beiden entlang der präparierten Pistengerätspur zur Seethalerhütte am Dachsteingletscher, Gemeindegebiet Hallstatt. Schon dort bemerkten sie, dass während des Schlechtwetters der vergangenen Tage Neuschnee gefallen ist und die Temperaturen stark gefallen sind.

Winterliche Verhältnisse 
Nach einem kurzen Gletscherübergang stiegen die beiden Urlauber trotz der winterlichen Verhältnisse in den „Schulter-Klettersteig“ ein, um auf den Hohen Dachstein zu gelangen. Der 44-jährige Vater musste sich schon nach wenigen Metern am Klettersteig eingestehen, dass dieses Vorhaben für ihn nicht schaffbar ist und drehte um. Da sein Sohn bereits weiter oberhalb und außer Sicht- und Rufweite war, sendete er ihm eine Nachricht auf sein Handy. Er teilte seinem Jungen mit, dass er umdrehen werde, dieser aber, sofern er möchte, alleine die geplante Tour durchführen solle.

Ein Bild vom Dachstein (Bild: KRONEN ZEITUNG)
Ein Bild vom Dachstein

Fataler Entschluss
Der 15-Jährige entschied sich auch dafür und kletterte weiter. Auf einer Seehöhe von 2879 Metern bemerkte jedoch auch er, dass er die Länge des Klettersteigs sowie die winterlichen Verhältnisse unterschätzt hatte. Aufgrund seiner stark unterkühlten Hände konnte der Jugendliche weder vor noch zurück. Etwa 130 Höhenmeter unterhalb des Gipfelkreuzes setzte er gegen 10.40 Uhr einen Notruf ab und ersuchte um Rettung aus dem ausgesetzten Schulteranstieg.

Hubschrauber rettete Bursch
Um eine aufwändige und langwierige bodengebundene Rettung durch Bergretter zu vermeiden, wurde der Hubschrauber der Flugpolizei angefordert. Die Crew des Polizeihubschraubers Linz konnte den leicht unterkühlten Burschen trotz starkem Wind und immer wieder aufziehender Bewölkung mit dem variablen Tau aufnehmen und ins Tal fliegen. Dort traf er wieder auf seinen Vater und die beiden konnten den Urlaub erschöpft, jedoch unverletzt, fortsetzen.

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