Tagesbesucher schauen im Stadionbad bei Kästchen und Kabinen diese Saison durch die Finger - wir berichteten. Doch viele Badegäste fürchten jetzt um ihre Wertgegenstände. Schuld ist die Pandemie
Der „Krone“-Artikel über den Ärger beim Badespaß im Stadionbad hat für Aufregung gesorgt. Heuer gibt es für Badegäste mit einer Tageskarte weder Kästchen noch Kabinen und somit auch keine Möglichkeit mehr , die Wertgegenstände einzusperren. Dabei verfügt das weitläufigen Bad über 902 Kabinen und 2561 Kästchen. Die Wiener Sportstätten sagen, dass diese alle vergeben seien. Mehrmals pro Stunde wird aber über die Lautsprecher durchgesagt, dass man auf seine Wertsachen achtgeben soll. Insgesamt passen 12.500 Besucher in das Stadionbad. Also kein leichtes Unterfangen.
Beim „Krone“-Lokalaugenschein Mittwochvormittag herrschte bei den angeblich ausverkauften Kästchen nahezu kein Betrieb. Umkleidekabinen gibt es zwar, doch diese sind nicht so leicht zu finden. Die meisten Gäste ziehen sich daher direkt auf der Wiese um. Wodurch sich einige Badegäste belästigt fühlen.
Aus dem Büro von Sportstadtrat Peter Hacker (SPÖ) heißt es dazu, dass sich die Zahl der Dauerkarteninhaber während der Pandemie deutlich erhöht habe. Würde man die Zahl der Kästchen erhöhen, so würde das auf Kosten der Liege- und Bewegungsflächen gehen.
„Senioren fühlen sich diskriminiert“
Aber auch in den Becken gehen die Wogen hoch. Stammgast Ronald B. beschwert sich: „Seit Jahren gab es im Stadionbad immer zwei Schwimmbahnen,die für Senioren reserviert waren. Dies ist heuer leider nicht mehr der Fall.“ Skurrile Antwort: Sportliche Senioren fühlten sich damit als „Langsamschwimmer“ diskriminiert, deshalb habe man auf die separate Kennzeichnung dieser Bahnen verzichtet. Dafür gäbe es ein zweites 50 Meter-Schwimmbecken. Die Schwimmfläche hat sich also verdoppelt. Auch die ÖVP ist erzürnt und will jetzt gleich an drei Stadträte schriftliche Anfragen stellen.
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