Eine Jahrzehnte zurückliegende Schlamperei der Behörden sorgte Anfang des Jahres in Bad Goisern für Aufregung. Weil das dortige Alpenhotel nach dem Konkurs nicht nur touristisch genutzt wurde, gab’s Wirbel. Nun zeichnet sich aber eine Lösung ab.
Wie berichtet, wurden nach dem Konkurs des Alpenhotels Dachstein Anfang der 80er-Jahre die vorhandenen Zimmer und Appartements an Privatpersonen verkauft, welche diese dann als Haupt- oder Nebenwohnsitz nutzten. Dies widerspricht jedoch grundsätzlich der vorhandenen Tourismuswidmung und führte zu einer illegalen Nutzung, sodass der dortige Bürgermeister als Baubehörde erster Instanz nun tätig werden muss, falls keine Lösung gefunden wird.
Haimbuchner veranlasste Prüfung
Baurechtsreferent LH-Stv. Manfred Haimbuchner hat sich der Problematik angenommen. „Nachdem sich viele Betroffene aus Goisern in dieser ungewöhnlichen Causa verzweifelt an mich gewandt haben – darunter auch junge Leute und Pensionisten mit Hauptwohnsitz, deren Existenzgrundlage durch eine Nutzungsuntersagung bedroht würde – habe ich eine allgemeine baurechtliche Prüfung durch mein Büro veranlasst. Und ich kann sagen, dass wir einer rechtskonformen Lösung sehr nahe sind. Eine Lösung, die Rechtssicherheit schafft, Existenzen bewahrt und die Versäumnisse der Vergangenheit ein für alle Mal ausräumt“, so Haimbuchner. Das Ergebnis dieser Prüfung ergab, dass durch die jahrzehntelange Nutzung als private Wohnungen aus baurechtlicher Sicht eine gesetzliche Möglichkeit im Rahmen des oberösterreichischen Baurechts gegeben ist, eine nachträgliche rechtliche Sanierung durch die Gemeinde zu ermöglichen.
Es kann nicht sein, dass wir diesen Menschen nach 40 Jahren die Wohnungen wegnehmen. Ich habe als Baurechtsreferent mein Möglichstes getan, um genau das zu verhindern.

Manfred Haimbuchner, Landeshauptmann-Stellvertreter
Foto: Dostal Harald
„Nun ist die Gemeinde Bad Goisern gefordert“
Haimbuchner: „Es kann nicht sein, dass wir diesen Menschen nach 40 Jahren einfach die Wohnungen wegnehmen. Ich habe als Baurechtsreferent mein Möglichstes getan, um genau das zu verhindern. Es liegt nun an der Gemeinde, unseren Ansatz zur Lösung des Problems im Sinne der betroffenen Eigentümer zügig umzusetzen.“









Kommentare
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).