Im Rechtsstreit zwischen der Zumtobel-Tochter Tridonic und der Betriebsratsvorsitzenden hat das Dornbirner Unternehmen nun eingelenkt. Die Entlassung wurde zurückgezogen.
In dem aufsehenerregenden Rechtsstreit ging nun alles ganz schnell. Das Unternehmen warf der Vorsitzenden des Betriebsrates vor, fälschlicherweise behauptet zu haben, dass die Werksleiterin sie gestoßen habe. Verleumdung und Ehrverletzung standen im Raum. Beweisen ließ sich der Vorfall bislang nicht, aber eben auch nicht widerlegen. Es gab weder Zeugen dafür, noch hielt die Überwachungskamera das Geschehene fest. Das spielte der Betriebsratsvorsitzenden in die Karten, denn die Beweispflicht lag bei Tridonic.
Der Richter wollte, um ein ordentliches Verfahren durchzuführen, unbedingt noch die Aussage der Werksleiterin hören. Sie fehlte beim letzten Prozesstermin krankheitsbedingt. Für nächste Woche wäre die dritte Verhandlung angesetzt gewesen. Jedoch wurde schon gemutmaßt, dass die Werksleiterin wohl wieder nicht auftauchen könnte. Sie soll das Unternehmen bereits verlassen haben. Das Interesse an einer Aufklärung der Angelegenheit dürfte demnach nicht gerade groß sein, zumal sie auch öffentlich hätte auftreten müssen.
„Erfreuliche Wende“
Durch ihr Ausscheiden aus dem Unternehmen ging die Tür für eine weitere Zusammenarbeit mit der Betriebsratsvorsitzenden offenbar wieder auf. Tridonic hat sich diese Woche mit der Arbeitnehmervertreterin geeinigt und die Entlassung zurückgezogen. Bei der Gewerkschaft, die immer von einem „Anschlag auf die Sozialpartnerschaft sprach“, ist mit dem Ende des Verfahrens von einer „erfreulichen Wende“ die Rede. „Die Vorwürfe gegen die Betriebsratsvorsitzende haben sich als haltlos erwiesen. Das Unternehmen hat offenbar eingesehen, dass der Versuch, die engagierte Arbeitnehmervertreterin einzuschüchtern, keine Wirkung gezeigt hat und sie sich nicht aus der Firma drängen lässt“, ließ PRO-GE-Landesvorsitzender Wolfgang Fritz in einer Aussendung wissen.









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