Ein hilfloses und noch blindes Igelbaby wurde in Lienz (Osttirol) von Tierfreunden in einer Wiese gefunden. Das Tierkind dürfte aus dem Nest gekrabbelt sein, da die Mutter nicht mehr zurückgekehrt war.
„Das kleine Igelbaby dürfte aus Verzweiflung sein Nest verlassen haben. Das tun sie nur, wenn die Mutter nicht mehr zurückkehrt und er dürfte einfach der Mutigste von den Kleinen gewesen sein“, erklärt Igelexpertin und Tierfreundin Manuela Kurath aus Leibsdorf. Sie hat den kleinen Findling von der Igelhilfe Österreich übernommen, um ihn aufzupäppeln.
Igelbaby ist erst 14 Tage alt
Leider hat man das Nest nicht gefunden, um die anderen Igelkinder retten zu können. Wenigstens hatte der Kleine Glück. Er wird jetzt mit Aufzuchtmilch, Fencheltee und eigenem Pulver für die Verdauung aufgezogen. „Er dürfte jetzt 14 Tage alt sein und macht gerade die Augen auf“, so Kurath.
Wenn er selbstständig fressen kann, kommt der kleine Igel ins Freigehege, wo er dann auf seine Freilassung vorbereitet wird. Er wird dann sogar angelernt, um sich mit Würmern und Insekten versorgen zu können. Auch der Kot wird eingeschickt zur Kontrolle. Wenn alles gut geht, kann der Igel im Herbst freigelassen werden.
Manuela Kurath hat bereits sieben Igel erfolgreich aufgezogen, überwintert und in die Freiheit entlassen. Sie wird von ihren Findlingen regelmäßig besucht. „Bei der schlechten Insektenlage und den sterilen Gärten ist es sogar gut, Igel über das ganze Jahr zu füttern“, weiß die Tierfreundin, die bedauert, dass so viele Igel jedes Jahr im Straßenverkehr sterben müssen.
„Ein bisschen Vorsicht wäre doch angebracht“, betont Kurath. Der Igel gehört schließlich bereits zu den stark gefährdeten Tierarten.












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