Wer ist diese Dame? Diese Frage beschäftigt zurzeit das KHM und lädt ab heute zu der neuen Schau „In Love With Laura“.
Ein kunstgeschichtliches Rätsel der besonders hübschen Art versucht das Kunsthistorische Museum in Wien zu lösen: Alles dreht sich dabei um eine spezielle der neun weiblichen Marmorbüsten des im damals venezianischen Dalmatien geborenen Bildhauers und Malers Francesco Laurana (um 1430 bis 1502), deren strenge Stilisierung bis heute eine rätselhafte Anziehungskraft ausübt und die auf Museen in aller Welt verteilt sind. Und diese besondere findet sich in der Kunstkammer Wien, erworben von Erzherzog Leopold Wilhelm im 17. Jahrhundert. Nur stellt sich die Frage: Wer ist die Dame?
Einer These zufolge könnte es sich dabei um die rätselhafte Laura handeln, in die sich Renaissancedichter Francesco Petrarca unsterblich verliebt hat. Bei einem Kirchgang in Avignon habe er sie erstmals gesehen, doch nach dieser Begegnung würdigte die Frau ihn keines Blickes mehr. Seinen Liebeskummer verarbeitete Petrarca in mehr als 300 Gedichten, die im sogenannten „Canzoniere“ zu finden sind. In einem für die KHM-Schau zur Verfügung gestellten Manuskript des „Canzoniere“, das auch zwei gezeichnete Porträts von Petrarca und Laura enthält, lässt sich eine frappierende Ähnlichkeit zur Wiener Büste feststellen. „Kunst-Detektive“ sollten sich davon ab sofort (bis 15. Oktober) selbst ein Bild davon machen.
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