Der Haussegen im Landhaus in St. Pölten hängt schief: Erst verkündete die SPÖ de facto einen Baustopp im geförderten Genossenschaftswohnbau, die ÖVP konterte zunächst mit Fakten, ging dann aber in die Offensive. Nun legten Vertreter beider Parteien noch einmal nach. Was bleibt, ist ein Streit, bei dem offenbar keiner mehr so genau weiß, worum es eigentlich geht.
Die Hackeln fliegen zwischen Schwarz und Rot derzeit tief: Nachdem sich die Parteien vorerst auf Landesratsebene über die angebliche Förderbremse beim gemeinnützigen Wohnbau stritten, mussten mit SPÖ-Landesgeschäftsführer Wolfgang Zwander und ÖVP-Wohnbausprecher Christian Gepp nun die Helden aus der zweiten Reihe ausreiten. „Warum zieht die ÖVP den Niederösterreicherin 0,5 Prozent ihres Lohns als Wohnbauförderungsbeitrag aus der Tasche, stellt dann aber trotz Rekordteuerung den geförderten Neubau quasi ein?“, fragt Zwander. Man habe dem Baustopp so auch nicht zugestimmt, wie das zuletzt die ÖVP behauptet hatte, kritisiert der Rote.
„Skandal ist frei erfunden“
Schwarzer Konter von Gepp: „Der angebliche Baustopp wurde von der SPÖ frei erfunden!“ Derzeit gebe es 7650 geförderte Wohneinheiten in verschiedenen Planungs- und Bauphasen. „Nirgendwo in Österreich gibt es so viele geförderte Wohnungen wie bei uns, in keinem anderen Bundesland sind die Kosten so günstig“, so der ÖVP-Mandatar. In Richtung des designierten SPÖ-Obmannes sagt er: „Das, was Sven Hergovich tut, ist typisch für ihn: Von Niederösterreich keinen blassen Schimmer und immer laut Skandal schreien!“
Dieser bekräftigte gestern seine Kritik und fordert eine neuerliche Einberufung des Wohnbauförderungs-Beirates: „Ein Stopp der Neubauten würde das Wohnen in Niederösterreich teurer machen!“
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