LH Thomas Stelzer (ÖVP) sucht sich den künftigen Landesamtsdirektor von Oberösterreich selber aus, kürt seinen Büroleiter Thomas Schäffer zum Oberchef über gut 10.000 Landesbedienstete in der Verwaltung. Die SPÖ zeigt sich irritiert über diese „Hinterzimmer-Entscheidung“ und stimmt nicht zu.
Irritiert zeigt sich der SPÖ-Landesparteivorsitzende Landesrat Michael Lindner über die heutige Ankündigung von Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, wonach dessen bisherige Büroleiter die Nachfolge von Dr. Erich Watzl als Landesamtsdirektor übernehmen soll und eine entsprechende Beschlussfassung bereits für Montag, den 19. Juni 2023 geplant sei.
So etwas „ist nicht zeitgemäß“
„Über diese Spitzenfunktion mit einer Verantwortlichkeit für tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der enormen Aufgabe den Oö. Landesdienst in Zeiten der Digitalisierung und der immer rascheren gesellschaftlichen Veränderungen zu leiten darf nicht im Hinterzimmer entschieden werden. Solche Arten der Postenbesetzungen sind nicht zeitgemäß und zeigen auf irritierende Art und Weise, dass die Landes-ÖVP den Anschluss an zeitgemäße Standards in solchen Belangen verloren hat“, so der SP-Landesparteivorsitzende.
Ein fairer und transparenter Prozess
„Der von mir erwartete Mindestanspruch wäre es, dass Bewerberinnen und Bewerber auf Basis eines fairen und transparenten Prozesses die Möglichkeit haben, ihre Vorstellungen und Visionen für den Landesdienst gegenüberzustellen. Auf dieser Basis und unter Beiziehung einer Hearing-Kommission könnte der Oö. Landesregierung eine fundierte Entscheidungsgrundlage dafür geliefert werden, wer zukünftig die Leitung des inneren Dienstes des Amtes der Landesregierung innehaben soll. Nachdem diese Mindestanforderungen klar unterschritten sind, kann ich dem Besetzungsvorschlag am kommenden Montag unabhängig von der Person nicht zustimmen“, so Lindner.










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