Katastrophenschutz

Künstliche Intelligenz unterstützt Rettungseinsatz

Salzburg
04.05.2023 13:00

Der Katastrophenschutz in Salzburg wird nicht nur digitaler, sondern auch vernetzter: Künstliche Intelligenz (KI) hilft Einsatzkräften, bei Hochwasser schneller und gezielter eingreifen zu können. Drohnenbilder und Einträge aus sozialen Medien machen im Katastrophenfall die Rettung schneller und effektiver.

Bernd Resch von der Universität Salzburg forscht seit mehr als zehn Jahren am Einsatz von KI im Katastrophenmanagement. Der Geoinformatiker wertet die Daten aus, die während der letzten Katastrophenschutzübung in Salzburg gesammelt wurden.

Resch, seine Kollegen und Forscher weltweit füttern die KI mit Bildern von Landschaften aus der Vogelperspektive. Die kommen von Satelliten und Drohnen. Die KI soll lernen, wie ein Wald, eine Brücke und ein Dach aussehen. Wird das Gebiet überschwemmt, vergleicht sie das aktuelle Bild mit dem Bild, das ihr zuvor präsentiert wurde. Und merkt, dass sich etwas verändert hat. Sie schlägt Alarm.

Zusätzlich dazu werden Informationen aus den sozialen Medien gesammelt. „Unser Ziel ist es, die Lage in Echtzeit zu erkennen. In sozialen Medien kommt ein Strom an Informationen rein. Da brauchen wir nicht zu warten“, erklärt Resch.

Geoinformatiker Bernd Resch von der Paris-Lodron-Universität Salzburg bringt Daten aus sozialen Netzwerken mit Satellitenbildern zusammen und wertet sie aus. So wird im Katastrophenfall ein großflächiges Bild für die Einsatzkräfte erstellt. (Bild: Tschepp Markus)
Geoinformatiker Bernd Resch von der Paris-Lodron-Universität Salzburg bringt Daten aus sozialen Netzwerken mit Satellitenbildern zusammen und wertet sie aus. So wird im Katastrophenfall ein großflächiges Bild für die Einsatzkräfte erstellt.

Auf Twitter veröffentlichen Nutzer Fotos von der Katastrophe, versehen den Post mit Schlagwörtern und ihrem Standort als Geo-Tag. Wird an einem Ort besonders viel geteilt, deutet das für die KI auf ein Unglück hin. Computer werten diese Daten aus und erschaffen mithilfe des Standorts für die Einsatzkräfte eine erweiterte Karte der Katastrophe in Echtzeit. Damit kann die Stabsstelle die Einsatzkräfte vor Ort gezielt anweisen. Mit europäischen Partnern hat Resch das Projekt im Jänner gestartet. Es ist auf vier Jahre ausgelegt. Dann wird evaluiert.

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