Stadtpolitiker warnen vor der neuen Schuldroge „Snus“. Sie fordern ein Werbeverbot, weil sogar zehnjährige Schüler die Nikotinbeutel konsumieren würden.
Kleine, mit Tabak gefüllte Beutel - besser bekannt unter der Bezeichnung Snus - bereiten Pädagogen und Jugendbetreuern in Kärnten immer größeres Kopfzerbrechen. Sie warnen davor, dass vor allem junge Menschen - die jüngsten seien angeblich erst zehn - immer häufiger zu diesem nikotinhaltigen Aufputschmittel greifen. Denn Lehrer beklagen immer öfter, dass Snus sogar während des Unterrichts konsumiert werde. Die Tabakbeutel werden einfach unter Ober- oder Unterlippe oder in die Backentaschen geschoben, wo sie dann ihre Wirkung entfalten können.
„Konsum ist ungesund!“
Der Klagenfurter Stadtvize Philipp Liesnig und dessen Kolleginnen aus Villach, Gerda Sandriesser und Sarah Katholnig, wollen deshalb eine Aufklärungskampagne starten, um auf die schädliche Wirkung der Nikotinbeutel hinzuweisen. Sie fordern außerdem ein Werbeverbot. Liesnig: „Wir müssen den Leuten vor Augen halten, wie ungesund der Konsum sein kann. Ein Beutel enthält viermal so viel Nikotin wie eine Zigarette.“
„Das ist bedenklich“
Und Katholnig weist darauf hin, dass Snus bereits zu einer Schuldroge geworden sei: „Das ist ganz besonders bedenklich.“ Man werde deshalb bei Eltern, Schülern und Lehrern verstärkte Aufklärungsarbeit leisten müssen. Zudem fordern die Politiker, dass die Nikotinbeutel nur an Konsumenten ab 18 verkauft werden dürfen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.