Deutlich gesunken ist in Kärnten die Zahl der Verkehrstoten, dennoch mussten im Vorjahr 21 Menschen ihr Leben bei Unfällen auf der Straße lassen. Österreichweit waren 369 Opfer zu beklagen.
Starben 2021 noch 38 Menschen auf den Kärntner Straßen, waren es im Vorjahr 21 - damit erreichte das südlichste Bundesland die niedrigste Anzahl an Todesopfern im Straßenverkehr. „Während österreichweit die Zahl der Verkehrstoten leider gestiegen ist, gibt es in Kärnten einen starken Rückgang“, stellt Christian Gratzer, der Sprecher des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ), fest.
Verkehrstote in Kärnten (BMI, Statistik Austria, VCÖ):
2022: 21 Opfer
2021: 38
2019: 29
2018: 30
2013: 41
2012: 46
2002: 83 Verkehrstote!
„In den vergangenen 20 Jahren wurden viele Verkehrssicherheitsmaßnahmen sowohl in den Gemeinden und Städten als auch auf Landes- und Bundesebene umgesetzt. Maßnahmen, die Unfälle vermeiden und Menschenleben retten. Auch die Exekutive leistet mit den Verkehrskontrollen einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Damit die Zahl der tödlichen Unfälle im heurigen Jahr nicht wieder steigt, sondern weiter sinkt, sind weitere Maßnahmen zu setzen. Der einzig akzeptablen Anzahl an Verkehrstoten, null, gilt es so nahe wie möglich zu kommen“, betont VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.
Breitere Gehwege gefordert
Für die Verkehrssicherheit von Fußgängern wäre laut VCÖ Tempo 30 statt 50 wünschenswert. Helfen könnten ein dichtes Netz an ausreichend breiten Gehwegen, übersichtliche Übergänge und bei Fußgänger-Ampeln ausreichend lange Grünphasen.
Mehr Tempolimits
Tempo 80 statt 100 auf Freilandstraßen könnte die Sicherheit ebenfalls erhöhen, so die Verkehrsexperten, die dabei auf die Schweiz verweisen, wo dieses Tempolimit gilt.
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