Für den Betrieb mehrerer Drogenplantagen und den Verkauf von 400 Kilogramm „Stoff“ an Süchtige mussten sich mehrere Serben und Bulgaren jetzt vor Gericht in Eisenstadt verantworten.
Ein Drogenimperium im großen Stil hatte eine in Österreich lebende Balkan-Bande aufgezogen. In angemieteten Häusern wurden mehrere tausend Pflanzen Cannabis angebaut. Eigene „Gärtner“ betreuten die Pflanzen, wieder andere Mitglieder der Bande sorgten für den Verkauf des „Stoffs“ an Abnehmer.
Illegale Unternehmen flog auf
Doch schließlich flog das illegale Unternehmen auf - für drei Haupttäter - zwei Serben, ein Bulgare - klickten die Handschellen. Weil sich die mutmaßlichen Kriminellen auf ihr Recht zu schweigen beriefen, hatte der Schöffensenat einen ganzen Reigen an Zeugen geladen.
Staranwalt überraschte mit Geständnis
Doch zum Prozessauftakt dann die große Überraschung. Die Angeklagten, vertreten von Staranwalt Rudolf Mayer, erklärten zur Überraschung des hohen Gerichts, dass sie schuldig seien, verweigerten aber ansonsten jede weitere Angabe - wohl aus Angst vor der Balkan-Mafia.
„Schauen Sie, wir wollen hier von niemandem die Lebenszeit verschwenden, daher sagen meine Mandanten, was Sache ist“, so Mayer. Am Ende setzte es vier Jahre Haft für den Haupttäter, seine Mitangeklagten bekommen zwei Jahre beziehungsweise 22 Monate unbedingt.








Kommentare
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).