Di, 21. August 2018

Posse geht weiter

09.08.2011 16:55

Wechsel zu Real? Superkicker Neymar "weiß von nichts"

Wechselt er zu Real Madrid? Oder doch zum FC Barcelona? Macht Chelsea das Rennen? Oder bleibt er am Ende gar beim FC Santos? Im Tauziehen um Brasiliens Wunderkicker Neymar gibt es derzeit nur eine Konstante: die totale Verwirrung. Hatten spanische und brasilianische Medien am Dienstag zunächst vom so gut wie fixen Wechsel Neymars zu Real berichtet, blies das Supertalent am Nachmittag zum Gegenangriff: "Mich interessiert im Moment weder Real Madrid noch der FC Barcelona."

Zur Chronologie: Luis Alvaro de Oliveira Ribeiro, der Präsident des FC Santos, hatte noch vor wenigen Wochen erklärt, Neymar auf keinen Fall ziehen zu lassen - auch nicht um die von Real Madrid angeblich gebotene Ablösesumme von 45 Millionen Euro. "Die Zeiten, in denen die Europäer glaubten, ihnen gehört die Welt, sind vorbei", posaunte der Klubboss (siehe Infobox).

Daraufhin dürften die Königlichen noch einmal nachgebessert haben. Selbst Präsident Florentino Perez soll Medienberichten zufolge sogar das Trainingslager seines Teams in China verlassen haben, um Vertragsmodalitäten mit Neymar zu klären. Der Deal sei praktisch unter Dach und Fach, hieß es am Dienstagvormittag.

Neymar will von nichts wissen
Doch dann die nächste Wende: Vor dem Ländermatch gegen Deutschland in Stuttgart am Mittwochabend dementierte Neymar gegenüber spanischen Journalisten sämtliche Wechselgerüchte. "Ich weiß davon nichts", erklärte der Jungstar, den derzeit weder Real noch Barcelona interessierten. Er konzentriere sich derzeit ausschließlich auf den FC Santos und die Selecao.

Neymar soll Brasilien zum WM-Titel schießen
Fest steht jedenfalls, dass Neymar über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt. Viele Experten sagen ihm eine grandiose Zukunft voraus. "Er kann ohne Zweifel ein großartiger Spieler wie Messi oder Ronaldo werden", meinte Pele, das Idol des FC Santos und des gesamten brasilianischen Fußballs, in der vergangenen Woche.

Neymar selbst denkt gar nicht daran, die überbordenden Erwartungen an ihn zu dämpfen. "Ich hoffe, dass wir bis 2014 genug gelernt haben werden, um Brasilien zum Titelgewinn zu führen", sagte er in einem Interview mit dem Internetportal der FIFA. Nach dem WM-Titel im eigenen Land lechzt seine gesamte erfolgsverwöhnte Nation. Und auf Neymar ruhen nach bereits neun Toren in nur 19 Länderspielen die mit Abstand größten Hoffnungen.

Auch andere Brasilien-Stars sind begehrt
Es ist eine schillernde Truppe, mit der die Brasilianer am Mittwoch gegen Deutschland antreten werden. Der neue Teamchef Mano Menezes tut im Gegensatz zu seinem Vorgänger Carlos Dunga genau das, was die Fans immer fordern: Er setzt auf Jungstars wie Neymar, Ganso (FC Santos), Pato (AC Milan) oder Lucas (FC Sao Paulo).

Neymar ist nicht der Einzige, der vom europäischen Hochadel gejagt wird. So baggert der AC Milan seit Monaten an Ganso herum und Chelsea noch länger an Pato. Gemessen an diesen Vorschusslorbeeren hat die enorm verjüngte "Selecao" bisher allerdings noch nichts erreicht. Bei der "Copa America" in Argentinien schieden die Brasilianer im Juli auf peinliche Art und Weise im Viertelfinale gegen Paraguay aus. Und auch in den Monaten davor gelang ihnen kein einziger Sieg, wenn es gegen starke Gegner wie Frankreich oder Argentinien ging.

"So werden die meisten Nationalteams gegen Brasilien auftreten: stark zurückgezogen und auf Konter lauernd. Das ist leider so", sucht Neymar nach einer Erklärung für diese Bilanz. "Wir müssen uns mental darauf einstellen, damit wir nicht erneut überrascht werden."

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