Die zwei jungen deutschen Touristinnen (20 und 21 Jahre alt) wollten am Dienstag über den Maria-Elend-Sattel (Kärnten) weiter nach Slowenien wandern. Doch dann verlor eine der beiden den Halt.
Die junge Deutsche stürzte gegen 18 Uhr ab und verletzte sich so schwer am Knie, dass ein Weitergehen nicht mehr denkbar war. Sofort schlugen die beiden Alarm. „Ohne den Einsatz einer Rettungswinde wäre die Bergung aus diesem unwegsamen Gelände extrem schwierig geworden“, erklärt Thomas Jank, von der ARA Flugrettung. „Daher wurde der RK-1 gegen 20.30 Uhr alarmiert.“
Die Hubschrauberpiloten konnten dann die beiden Wanderinnen schnell lokalisieren und machten sich an die Bergung der Verletzten - eine Premiere für die ARA Flugrettung. „Das war der erste Nachtwindeneinsatz unserer 21-jährigen Geschichte in Kärnten“, erzähl Thomas Jank stolz. „Aber wir üben dieses Szenario oft und intensiv. Daher hat alles perfekt geklappt“, bestätigt Windenoperator Christian Zölbl. Die verletzte Touristin wurde sofort ins LKH Villach geflogen.
Für die Bergung der zweiten Deutschen sorgte dann der Trupp der Bergrettung Villach, der schon im Anmarsch war. „Der RK-1 konnte sie im Steilgelände nicht mehr ausmachen und musste wegen Dunkelheit wieder abrücken“, so Einsatzleiter Bernd Winkler von der Bergrettung Villach. „Wir konnten die Wanderin aber rasch erreichen und sie nach einem medizinischen Check gesichert ins Tal begleiten.“ Zum Glück wurden die beiden Deutschen so rasch gefunden. „Die mittlerweile kalten Nächte in den Bergen sind ein Gefahrenmoment“, erklärt Winkler weiter. „Beide Patientinnen zeigten schon Anzeichen einer Unterkühlung.“
Im Einsatz standen 17 Bergretter der Bergrettung Villach, das Team der Polizei St. Jakob und der Rettungshubschrauber RK-1 der ARA Flugrettung.
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