In Neusiedl regieren Ärger und Frust nach fragwürdigem Auftritt des Unparteiischen Demir. Das Ostliga-Spiel gegen Bruck/Leitha (2:2-Endstand) geriet im zweiten Abschnitt außer Kontrolle. Die Schiri-Beschwerden nehmen in letzter Zeit konstant zu.
Elfmal Gelb, einmal Gelb-rot und dreimal glatt Rot - die Karten-Statistik spricht eine klare Sprache. Aber war die Ostliga-Partie in der Seestadt tatsächlich derart ruppig? „Keine Spur. Einzig der Schiri hat das Ganze mit seiner Art angezündet“, weiß Neusiedls Sportlicher Leiter Günter Gabriel. Das 2:2 gegen Bruck wurde dabei fast zur Randnotiz.
Der Unparteiische Demir stand im Mittelpunkt, lieferte einen äußerst fragwürdigen Auftritt ab. Und zog sich ab der 50. Minute - von da an geriet das Geschehen völlig außer Kontrolle - den Unmut aller Beteiligten zu. „Sie machen, was sie wollen. Aber irgendwann reicht es, wir haben die Schnauze voll“, wettert Gabriel. Und sieht die Vereine im Nachteil. „Alle Klubs kämpfen, wir verbringen viel Zeit am Platz. Und dann werden uns Punkte gestohlen!“ Die Krönung des Kuriositäten-Kabinetts: Demir ließ neun Minuten nachspielen, Brucks Paukner erzielte mit der letzten Aktion den Ausgleich. „Dem aber ein klares Foul an unserem Keeper Misutka voran ging.“ Dieser musste mit der Rettung ins Spital gebracht werden - das Tor zählte aber dennoch. „Der Elfmeter war eine Gemeinheit und auch das 2:2 von Matus Paukner war nicht regulär“, konnte auch Brucks Trainer Mario Santner nur den Kopf über den Schiedsrichter schütteln. Santner selbst wurde, wie auch das Neusiedler Trainergespann Rapp/Pammer, mit Rot ausgeschlossen. „Natürlich habe ich mich über den Elfmeterpfiff in der 94. Minute geärgert und beschwert. Es war ja gar keiner - einfach lächerlich die ganze Sache. Aber der Ausschlussgrund war noch schlimmer. Wegen verlassen der Coachingzone die rote Karte zu bekommen, ist einfach nicht zu akzeptieren“, so Santner weiter. Somit nahm das Rot-Feuerwerk in der Nachspielzeit seinen Lauf.
Umdenken?
Neusiedl drohen Strafen. Einmal mehr scheint ein rot-goldener Ostligist zum „Handkuss“ zu kommen - nach Siegendorf wird wohl auch der NSC zur Kasse gebeten. Die zunehmenden Beschwerden regen vielleicht zum Umdenken bei den Verbänden an. Denn Fehlpfiffe und Selbstdarstellung sind zwei Paar Schuhe. Allerdings haben die Herren mit der Pfeife immer noch eine unglaubliche Macht im Spiel...








Kommentare
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).