Am Spielfeld steht kein Schiedsrichter, dafür stehen dort nun vier statt zwei Tore - und dazu Mannschaften, die teils nur noch aus zwei Spielern bestehen! Das neue Nachwuchsfußball-Projekt des ÖFB sorgt sowohl bei Insidern als auch bei Eltern neben Begeisterung auch für Skepsis und Kritik . . .
Auch wenn zuletzt nicht nur die Akademien bereits gespielt haben: In Oberösterreichs rollt die Kugel ab sofort wieder überall. Bedeutet, dass allein an diesem Wochenende auch über 500 Nachwuchsspiele steigen.
Vor denen aber teils jetzt schon Aufregung herrscht. „Mein Kind ist traurig und die Trainer im Klub sind es auch“, berichtete zuletzt eine Mutter aus dem Eferdinger Becken betreffend der neuen ÖFB-Bewerbsformen im Nachwuchs:
Mein Kind ist traurig - und die Trainer in unserem Klub sind es auch.
Die Mutter eines Nachwuchspielers aus dem Raum Eferding
Dazu wird bis zur U10 gänzlich ohne Schiedsrichter gekickt. „Damit lernen Kinder noch weniger Autoritäten zu akzeptieren“, ist zu hören.
Ohne Schiedsrichter am Platz regeln sich die Kinder das selbst - wichtig ist dabei nur, dass die Eltern weit genug weg stehen.
OÖFV-Sportdirektor Raphael Koch
„Die regeln sich das selbst - wichtig ist dabei nur, dass die Eltern weit genug vom Platz weg stehen“, kontert OÖFV-Sportdirektor Raphael Koch, der zugibt: „Anfangs waren für das vorerst für ein Jahr befristete Projekt 50 Prozent der Eltern und Trainer, dafür rund 30 Prozent dagegen!“ OÖFV-Nachwuchsvorstand Peter Repa ist aber begeistert: „Da wurde einmal echt was für die Kinder gemacht. Die damit viel mehr Ballaktionen haben, viel mehr Tore schießen, viel mehr Spaß haben.“ „Trotzdem ist das ein ganz anderes Spiel“, bemerkt selbst ein um Anonymität bittender OÖFV-Vorstand kritisch.










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