Bis zu 65 Prozent

Teuerung bei Fernwärme wegen Gas-Abhängigkeit

Wien
09.08.2022 14:44

Die Wien Energie erhöht - wie berichtet - per 1. September ihre Fernwärmepreise um satte 92 Prozent. Das liegt auch daran, dass die Fernwärme in Wien zu über 50 Prozent aus Erdgas erzeugt wird. „Zu Spitzenzeiten liegt der Erdgas-Anteil bei bis zu 65 Prozent“, erklärte eine Sprecherin der Wien Energie am Dienstag. Etwa ein Drittel der Wärme stammt aus der Müllverbrennung, der Rest kommt aus industrieller Wärme, Biomasse und Großwärmepumpen.

Fernwärme wird in Wien zumindest zu 50 Prozent in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen produziert, die aus Erdgas Strom und Wärme erzeugen (Gas-Heizkraftwerke). Zur Spitzenabdeckung, etwa wenn es im Winter besonders kalt wird, kommen Heizwerke zum Einsatz, die ebenfalls mit Gas betrieben werden. Je nach Witterung und Temperaturen wird Fernwärme damit bis zu 65 Prozent aus Gas erzeugt.

Etwa ein Dritte der Wärme stammt aus der Müllverbrennung, der Rest kommt aus industrieller Abwärme, etwa von der OMV oder Manner, Biomasse und Großwärmepumpen. Bis 2040 will die Wien Energie bei der Fernwärme-Erzeugung ohne fossile Energieträger auskommen.

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Die geradezu explodierten Preise an den Energiemärkten lassen uns keine andere Wahl, wir können uns diesen Entwicklungen nicht entziehen.

Statement der Wien Energie

Verweis auf Ombudsstelle für prekäre Situationen
Die Preisanpassung sei für die Wien Energie zwingend wirtschaftlich erforderlich: „Die geradezu explodierten Preise an den Energiemärkten lassen uns keine andere Wahl, wir können uns diesen Entwicklungen nicht entziehen“, so das Unternehmen gegenüber der APA. Für Menschen in besonders schwierigen Lebenssituationen verweist die Wien Energie auf ihre Ombudsstelle, die individuelle Lösungen und Beratung anbietet.

Der Fernwärmepreis beim Endkunden setzt sich aus Grundpreis und Arbeitspreis zusammen. Ersterer deckt die Fixkosten der Fernwärme, etwa Kosten für Infrastruktur, Energielieferung, Wartung oder Instandhaltung und wird nach Quadratmetern verrechnet. Der Arbeitspreis richtet sich nach der tatsächlich verbrauchten Wärmemenge. Bei der Verrechnung werden außerdem 20 Prozent Umsatzsteuer fällig.

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