Das Beheizen von Gastgärten in Wien wird diesen Winter teurer. Abgesehen von den gestiegenen Energiepreisen, sollen nun auch die Gebühren für Heizschwammerl erhöht werden. Wolfgang Binder, Obmann der Wiener Kaffeehäuser bei der Wirtschaftskammer Wien (WKW), rechnet daher mit einem geringeren Einsatz der Wärmequellen in der Wintergastronomie.
Vorige Woche entschied die Stadt Wien, dass Schanigärten auch in diesem Winter geöffnet bleiben dürfen. Wer einen Sommer-Schanigarten im Jahr 2022 betreibt, darf diesen auf Antrag bis zum 28. Februar 2023 benutzen. Dadurch soll der Gastronomiebetrieb, trotz steigender Corona-Infektionszahlen, den Winter über gesichert werden.
Heizstrahler dürfen dabei grundsätzlich weiterhin zum Einsatz kommen, bestätigte das Büro von Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) gegenüber der APA vergangene Woche. Dabei darf jedoch nur noch mit Strom anstatt mit Gas geheizt werden.
Gebühren fast doppelt so hoch
Neben den erhöhten Strompreisen sollen nun die zu zahlenden Gebühren für Heizstrahler nahezu verdoppelt werden. Dies geht aus dem Entwurf der Novelle des Gebrauchsabgabegesetzes der Stadt Wien hervor. Demnach sind für die Heizgeräte ab 1. Jänner 2023 je begonnenen vier Kilowatt Nennanschlussleistung 120 Euro zu zahlen. Bislang waren es 62 Euro für die gleiche Menge.
Heinz Pollischansky, Chef der Centimeter-Lokale, kritisierte dies stark. Laut dem Wiener Gastronom würden die Lokale ohnehin unter den steigenden Preisen leiden, da brauche es nicht noch erhöhte Abgaben obendrauf.
Keine realistischen Alternativen
Der Geschäftsführer des Cafés Landtmann, Berndt Querfeld, möchte die Schanigärten seiner Lokale kommenden Winter offen halten. Anstatt die bereits montierten Heizstrahler zu verwenden, werde man, aufgrund der umgehenden gesellschaftlichen Debatte, auf Decken zurückgreifen. Weitere realistische Alternativen zu Heizschwammerln, abgesehen von Decken und Lammfellen, sehe Querfeld zurzeit jedoch nicht.













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