Zu wenig Wasser im Neusiedler See: Das Yachtclub Restaurant in Oggau ist über den Seeweg für größere Boote nicht mehr erreichbar. „Mir fehlen pro Tag sicher 60 Essen“, stöhnt die Wirtin.
Marie-Luis Butterfly ist in Oggau groß im Geschäft – wenn der Neusiedler See ausreichend Wasser führt. Sie betreibt dort den Hafen, ein Yachtservice, den Campingplatz, den Mobilheimplatz und das Restaurant Marias Marina.
60 Mahlzeiten weniger
Derzeit herrscht allerdings Flaute, größere Boote würden im See auf Grund laufen, wenn sie den Yachthafen ansteuern. „Gott sei Dank bleiben die Gäste, die übers Land kommen, nicht aus. Sonst müssten wir bald zusperren“, sagt die Wirtin, die „sicher um 60 Essen pro Tag weniger“ verkauft.
Die Existenzangst steigt von Tag zu Tag, schließlich habe man in den vergangenen drei Jahren 250.000 Euro in die Renovierung des Lokals gesteckt und müsse 13 Angestellte bezahlen. „Wenn am See nicht bald etwas passiert, wird es im Burgenland bald eine Welle an Arbeitslosen geben“, sagt Butterfly, die sich auch um ihren Yachtservicebetrieb Multiyachting Sorgen macht.
Werden viele gar nicht mehr kommen?
„Wenn die Boote nicht mehr auslaufen können, kann man sie gleich an Land lassen. Dann brauchen sie auch kein Service und keine Reparaturen mehr.“ Und weiter: „Wenn die Wiener ihr Boot eh nicht benützen können, werden viele erst gar nicht an den Neusiedler See kommen.“
Die Lösung? „Es gehört so rasch wie möglich eine Zuleitung zum See gemacht“, sagt Lebensgefährte Gerald Kölbl. „Sonst wird es für uns alle hier bald zu spät sein.“















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