Durchblicker-Gründer

„Ich hab‘s trotz vieler dunkler Phasen nie bereut“

Oberösterreich
24.07.2022 14:00

Sein Büro hat Reinhold Baudisch bei Durchblicker geräumt, am 30. September hat er beim Tarifvergleichsportal den letzten Arbeitstag. „Mir geht’s gut damit“, sagt der Gunskirchener, der wie Mitgründer Michael Doberer seine Anteile verkauft hat. Im Interview mit der „Krone“ spricht er über Entbehrungen, Freiheit und Mamas Einfluss.

„OÖ Krone“: Herr Baudisch, Sie haben nach dem Verkauf sehr schnell „los gelassen“...
Reinhold Baudisch: Wir wollten den Übergang bestmöglich managen. In der zweiten Woche, in der unser neuer Geschäftsführer da war, hab’ ich ihm mein Büro überlassen. Mir war wichtig, dass klar ist, wer der Chef ist. Es geht nicht darum, Egos zu pflegen.

Wie sehen nun Ihre Pläne für die Zukunft aus?
Ich mache mir einen sehr entspannten Sommer. Ab Oktober hab’ ich noch keinen Plan - es mangelt nicht an Angeboten, aber ich hab’ noch nicht entschieden, ob ich angestellt sein will oder etwas Eigenes bauen will.

Müssen Sie noch arbeiten?
Ich muss nichts mehr, das ist wirklich sehr beruhigend, aber ich kann mir null vorstellen, nix zu arbeiten. Ich hab’ noch viel zu viele Hummeln im Hintern, möchte was bewirken und bewegen.

Und das ganz ohne Plan?
Eins ist klar: Ich will dem Start-up-Segment etwas zurückgeben. Mein Ziel wäre, dass ich so zwei bis drei Investments pro Jahr mache - über die nächsten fünf Jahre.

Sie haben vor 15 Jahren Ihren Berater-Job bei McKinsey und damit ein sechsstelliges Jahresgehalt hin geschmissen, um sich selbstständig zu machen.
Ich hab’ die Entscheidung nie bereut, obwohl es viele dunkle Phasen am Weg gab. Jahrelang habe ich zugeschaut, wie meine Freunde viel mehr verdienen, auf Urlaube fahren, die ich mir nicht leisten kann. Ich hab’ lange nichts bis wenig verdient, das macht bescheiden.

Ihre Mutter, die 2021 verstorben ist, hat Sie sehr geprägt. Inwiefern?
Sie hat mir das Unternehmergen in die Genetik geschoben, indem sie, als ich sechs Jahre war, begonnen hat, ein Second-Hand-Geschäft für Kindermode aufzubauen. Später ist dann Brautmode dazu gekommen - heute führt meine Schwester Hänsel & Gretel. Ich hab’ mitgeholfen, Plakate aufgehängt, auch gemodelt.

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