Liga unter der Lupe

Austria Wien: Der Klub der Fragezeichen

Fußball National
19.07.2022 06:52

Bei der Wiener Austria ist vieles offen: Wie agiert Jürgen Werner offiziell? Wie geht’s finanziell weiter? Wann endet das Insignia-Theater? Werden die Bosse eine Einheit?

Letzte Saison Dritter und fix für eine Europacup-Gruppenphase qualifiziert - damit hatten nur die wenigsten gerechnet, auch nicht Austria-Trainer Manfred Schmid, der ja vor dem Start gleich von zwei „Sch-Saisonen“ gesprochen hatte.

Hier im Video sehen Sie, was Manfred Schmid im Interview mit Michael Fally, das vergangene Woche aufgezeichnet worden war, zu sagen hatte:

Jetzt gilt es, die letzte Saison mit einem neuen Kader (elf Mann weg, neun neu) zu wiederholen. Ob’s gelingt? Nicht die einzige Frage, die sich am Verteilerkreis beim „Klub der Fragezeichen“ stellt, die Austria ist nach wie vor eine „Wundertüte“:

  • Wie wird der neue Mastermind agieren? Mitte August läuft die Funktionssperre von Jürgen Werner, bisher nur Investor im Hintergrund, ab - möglich, dass er Sport-Vorstand wird, einige Transfers zeigen schon deutlich seine Handschrift.
  • Wie einig ist der Klub intern? Das Austria-Konstrukt ist nicht so einfach: Da gibt es das Präsidium, das den Klub vertritt. Dann den AG-Aufsichtsrat, wichtig für die Entscheidungen bezüglich Trainer und Kampfmannschaft. Und neu nun die Investorengruppe - alle unter einen Hut zu bringen, gelang in der Vergangenheit nicht immer, der Klub würde gut daran tun, wenn dies in Zukunft gelingt.
  • Wie sieht es mit den Finanzen aus? Der Schuldenberg ist nach wie vor riesig, der Gürtel muss nach wie vor sehr eng geschnallt werden, was sich auch auf der administrativen Ebene zeigt, im Büro wird nach wie vor viel „abgespeckt“.
  • Wie konnte man dennoch so groß investieren? Einige „Altlasten“ wie Edomwonyi oder Sax sind weg, daher konnten Neue kommen, argumentiert der Klub.
  • Wann endet das Insignia-Theater? Die Ehe mit den „Märchenonkeln“ ist noch immer nicht geschieden, Mitte August soll es so weit sein. Dann könnte die Austria endlich auch mit einem neuen Brustsponsor auflaufen - dass dies seit Langem nicht gelungen ist, ist eigentlich ein Armutszeugnis.

„Krone“-Prognose: Neue „Anführer“ gesucht
Jahr eins nach den „Urgesteinen“ Markus Suttner und Alex Grünwald, neue „Anführer“ sind bei der Austria gesucht. Trainer Manfred Schmid sieht mehrere verlängerte Arme auf dem Feld, Kapitän Lukas Mühl, Heimkehrer James Holland, Manfred Fischer und Jungstar Matthias Braunöder. Rund um dieses Quartett sollen sich die Neuen integrieren, angefangen von Tormann Christian Früchtl bis hin zu den Stürmern Marko Raguz und Haris Tabakovic. Die beide verletzt sind, womit gleich die größte „Baustelle“ angesprochen ist, auch Marco Djuricin ist nach Herzproblemen noch nicht wieder einsatzfähig. Bleiben aktuell als Stürmer die Youngsters Muharem Huskovic und Romeo Vucic, Ersterer war allerdings auch lange verletzt, tastet sich langsam wieder heran. Sonst kann Schmid fast aus dem Vollen schöpfen, links hinten hofft er, dass der neue Israeli Matan Baltaxa bald fit ist. Fazit: Der Kader ist breit genug, um die Meisterrunde zu erreichen, Platz drei zu wiederholen, ist realistisch.

Peter Klöbl
Peter Klöbl
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