Antonow-Absturz
Leichen entdeckt, aber keine toxischen Substanzen
Nach dem Absturz einer Antonow An-12 nahe der nordostgriechischen Stadt Kavala hat am Sonntag die Untersuchung der Überreste des Flugzeugs und seiner explosiven Fracht begonnen. Mittlerweile wurden auch zwei Leichen gefunden, ein Körper konnte sogar weitgehend unversehrt geborgen werden, was angesichts der Absturzstelle und des Trümmerfeldes an ein Wunder grenze, sagte ein Feuerwehrsprecher. Hinsichtlich der mutmaßlich giftigen Dämpfe konnte zudem Entwarnung gebeben werden.
„Es wurden keine gefährlichen Stoffe entdeckt, eine Leiche wurde gefunden und eine zweite geborgen“, bestätigte der Sprecher gegenüber CNN Griechenland. Die Bergung und Lokalisierung der sterblichen Überreste der anderen sechs Crewmitglieder gehe weiter. Mit Drohnen wird das Gebiet überflogen, auch ein ABC-Team der griechischen Streitkräfte war vor Ort.
Keine gefährlichen Substanzen entdeckt
Allerdings konnte bezüglich möglicher, toxischer Substanzen, die das Flugzeug geladen haben könnte, mittlerweile Entwarnung gegeben werden. An Bord des Frachtfliegers befanden sich, wie die griechischen Behörden bekannt gegeben haben, 11,5 Tonnen Munition, und zwar konkret aus 60-mm-M62-Mörser-Trainingsgranaten, 82-mm-Mörser-Trainingsgranaten M62 und weiteren 82 mm-Projektilen. Sprengstoff- und Entminungsexperten sind bereits an der Absturzstelle, um die Munition, welche beim Aufprall nicht zerstört wurde, zu sichern.
Filippos Anastasiadis, der Bürgermeister der Gemeinde Pangeo, in der sich die Absturzstelle befindet, bestätigte ebenfalls, dass keine gefährlichen Substanzen gefunden wurden. Dennoch bleibt die Aufforderung an die Bevölkerung, sich der Absturzstelle nicht zu nähern, weiterhin bestehen.
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Stromversorgung brach zusammen
In der Umgebung der Absturzstelle war die Stromversorgung zusammengebrochen, weil beim Absturz Hochspannungsleitungen zerstört wurden. In der Folge des Stromausfalls gibt es bereits Probleme mit der Wasserversorgung. Mittlerweile konnte die Stromversorgung laut dem griechischen Energieanbieter zum Großteil wiederhergestellt werden, lediglich sieben Umspannwerke konnten noch nicht wieder ans Netz genommen werden.
















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