14.07.2022 10:15 |

Heuer im Schnitt 7,7%

Umfrage: Inflation wird weltweit hoch bleiben

Die weltweite Inflation wird einer aktuellen Umfrage des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung der Universität München (Ifo) zufolge in den nächsten Jahren zwar etwas abnehmen, aber im langfristigen Vergleich hoch bleiben. Für heuer erwarten Ökonomen aus mehr als 100 Staaten durchschnittlich 7,7 Prozent. In Österreich lag die Teuerung im Juni bei 8,7 Prozent.

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Für 2023 werden dann 6,2 Prozent, 2026 noch 4,5 Prozent vorausgesagt. Zum Vergleich: Für den Zeitraum 2010 bis 2019 hat die Weltbank einen Durchschnittswert von 2,7 Prozent ausgewiesen. „Die Inflation ist weltweit gekommen, um zu bleiben“, sagt Niklas Potrafkevom vom Münchner Ifo-Institut, das zusammen mit dem Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik Volkswirte zu ihren Inflationserwartungen befragt hat. Die am Donnerstag veröffentlichten Ergebnisse basieren dabei auf 663 Antworten.

Währungsfonds empfiehlt „jetzt zu handeln“
Der in Washington ansässige Internationale Währungsfonds (IWF) empfiehlt von hoher Inflation betroffenen Staaten, nun alles zu tun, um diese wieder in den Griff zu kriegen. 75 Notenbanken rund um den Globus hätten seit Juli 2021 ihre Zinsen bereits angehoben, im Schnitt um drei Prozentpunkte. „Jetzt zu handeln, wird weniger schmerzen, als es später zu tun.“

Der Europäischen Zentralbank (EZB) wird vor allem in Deutschland immer wieder vorgeworfen, die Inflation lange unterschätzt zu haben und zu zögerlich zu agieren. Laut IWF ist bei der Zinswende eine klare Kommunikation an die Finanzmärkte entscheidend. Schwellenländer stünden vor allem unter Druck, weil hier - wegen steigender Zinsen etwa in den USA - im Juni bereits den vierten Monat in Folge Kapital abgezogen worden sei. Das habe es so seit sieben Jahren nicht mehr gegeben.

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