In Wien-Favoriten werden in zwei Kindergärten die Gaskessel erneuert. Grund dafür: Eine Umrüstung auf Fernwärme ist zu aufwendig und langwierig. So wird der Klimafahrplan wohl nicht aufgehen.
Zur Klimastrategie der Stadt, wonach Wien bis 2040 klimaneutral sein soll, gehört klar: Raus aus Gas. Umso mehr staunte Thomas Kohl, ÖVP-Bezirksrat in Favoriten, über einen Auszug des Dienststellenvorschlags der MA 10 zum Budgetentwurf 2023 in Favoriten. So fanden sich darin zwei Budgetposten, die den Tausch von Gaskesseln zum Inhalt hatten. Betroffen davon sind die Kindergarten- und Hortstandorte in der Bernadottegasse 59 und Lippmanngasse 3 im 10. Bezirk.
Die MA 34 erklärt das so: „Es ist kurzfristiger Handlungsbedarf zur Sicherstellung der Versorgung der Kindergärten gegeben. Da eine Umrüstung auf Fernwärme bzw. Alternativen bedingt durch die erforderlichen langen Vorlaufzeiten (Planung, Beschaffung und Umsetzung der Baumaßnahmen am Gebäude) den Kindergartenbetrieb gefährden würden, war die rasche Installation eines modernen, energieeffizienten Gaskessels die Lösung.“
Es ist ganz offensichtlich, dass es hier seitens der Stadt an einer entsprechenden und weitblickenden Strategie fehlt.
Thomas Kohl, ÖVP-Bezirksrat in Favoriten
„Es ist mehr als offensichtlich, dass es hier seitens der Stadt an einer entsprechenden und weitblickenden Strategie fehlt. Sonst hätte man hier bereits deutlich früher gehandelt, damit es nicht zu dieser Situation kommt. Während der private Wohnbau verpflichtet wird, ab 2024 keine Gasheizungen mehr zu errichten, installiert die Stadt Wien im Jahr 2023 neue Gaskessel! Das ist grotesk“, so Bezirksrat Kohl.













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