„Krone“-Kommentar

Auch das Opfer hat sich die Hilfe verdient

Tirol
10.07.2022 09:00

Es ist ein Fall, der erschüttert, der mit äußerster Diskretion behandelt wird und zu dem sich die Sprecher von sämtlichen zuständigen Stellen, die die „Krone“ kontaktiert hat, lieber hinter vorgehaltener Hand äußern anstatt eine offizielle Stellungnahme abzugeben. Ein afghanischer Asylwerber vergewaltigte eine Tirolerin und darf weiterhin im Land bleiben, weil eine Abschiebung nach Afghanistan aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt ist.

Schwer zu verstehen
Rechtlich hat man in dieser Sache keinen Spielraum, Gesetze gelten für alle oder für keinen. So, wie das Gesetz sich hier zeigt, bedeutet das konkret, dass kein Unterschied zwischen straffälligen und nicht straffälligen Afghanen gemacht wird. Ein afghanischer Lehrling wird demnach gleich behandelt wie ein afghanischer Vergewaltiger. Und das ist - nicht nur für das Vergewaltigungsopfer - ganz schwer zu verstehen.

Ernüchternd ist ebenfalls, dass es nicht so rasch eine Lösung geben wird, mit der das Opfer gut leben kann. Denn die Chancen, dass der Mann einen subsidiären Schutz erhält, stehen gut. Doch auch die Tirolerin hat Gehör und Hilfe verdient - nach all dem, was sie durchmachen musste bzw. muss. Es benötigt Lösungen, um Opfern, wie sie eines ist, zu zeigen, dass man sie ernst nimmt. Ihr Anwalt Markus Abwerzger könnte sich zum Beispiel vorstellen, dass Österreich eine bilaterale Vereinbarung mit Nachbarländern von Afghanistan eingeht, um straffällige Afghanen dorthin auszufliegen

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