Krieg gegen Zivilisten

Ukraine spricht von „Terror“ und will Militärhilfe

Ausland
02.07.2022 07:33

Mit scharfen Worten hat die Ukraine einen russischen Raketenangriff mit mindestens 21 Toten und 39 Verletzten auf ein Wohnhaus im südukrainischen Gebiet Odessa verurteilt. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem „absichtlichen, gezielten russischen Terror“. In dem Haus seien weder Waffen noch militärische Ausrüstung versteckt gewesen - „wie russische Propagandisten und Beamte immer über solche Angriffe erzählen.“

Der Einschlag der drei Raketen sei kein Versehen gewesen. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba warf Russland ebenfalls einen Krieg gegen Zivilisten vor. „Ich fordere unsere Partner dringend auf, der Ukraine so schnell wie möglich moderne Raketenabwehrsysteme zur Verfügung zu stellen. Helft uns, Leben zu retten und diesem Krieg ein Ende zu setzen“, teilte Kuleba per Twitter mit.

Millionen zugesagt
Die US-Regierung sagte der Ukraine weitere Militärhilfen zur Verteidigung im russischen Angriffskrieg zu. Mit einem Paket in Höhe von 820 Millionen US-Dollar (etwa 787 Millionen Euro) sollen dem Land unter anderem weitere Munition für das Raketenwerfersystem vom Typ Himars, zwei Boden-Luft-Raketenabwehrsysteme mit der Bezeichnung Nasams, Artilleriemunition und Radare zur Artillerieabwehr bereitgestellt werden, wie das Pentagon mitteilte. Ein großer Teil der neuen Hilfen kommt nicht aus Beständen der USA, sondern aus einer Vereinbarung mit der Industrie. Die USA haben der Ukraine seit Kriegsbeginn Ende Februar damit nach eigenen Angaben Waffen und Ausrüstung im Wert von fast sieben Milliarden US-Dollar (6,73 Milliarden Euro) zugesagt oder bereits geliefert.

Der norwegische Regierungschef Jonas Gahr Støre versprach Selenskyj unterdessen bei einem Treffen in Kiew weitere Unterstützung in Höhe von einer Milliarde Euro, verteilt auf 2022 und 2023. Die Gelder sollten in humanitäre Hilfe, Wiederaufbau aber auch Waffen fließen. Damit solle der „Kampf der Ukrainer für Freiheit“ unterstützt werden, sagte der Norweger. Støre war direkt vom NATO-Gipfel in Madrid in die Ukraine gereist.

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