„Frühwarnsystem“

OÖ bekämpft Corona-Welle mit Abwasserscreenings

Die Corona-Fallzahlen steigen - und das, obwohl vergleichsweise wenige PCR-Tests ausgewertet werden. Um sich gegen zu erwartende Herbstwellen zu rüsten, setzt Oberösterreich daher jetzt verstärkt auf ein eigenes Abwassermonitoring.

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Innerhalb weniger Wochen ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Oberösterreich von 131 auf 501,3 hochgeschnellt (Stand Dienstag) - ein untrügliches Zeichen dafür, dass die zuletzt von Experten prognostizierte Sommerwelle auch hierzulande so richtig Fahrt aufgenommen hat. Tatsächlich dürfte es noch viel mehr Corona-Infizierte geben als offiziell ausgewiesen. Denn: Es werden viel weniger PCR-Tests ausgewertet als in früheren Pandemie-Phasen. 

Vorbereitung auf den Herbst
Beim Land OÖ hat man sich daher jetzt entschieden, stärker auf ein anderes Instrument zu setzen: ein auf Oberösterreich abgestimmtes Abwassermonitoring als „Frühwarnsystem“. Das Screening sei „Teil unserer umfassenden Vorbereitungen auf den kommenden Herbst. Es soll helfen, das Infektionsgeschehen bestmöglich zu evaluieren, herannahende Wellen frühzeitig zu erkennen beziehungsweise neue Virusvarianten rasch zu identifizieren", sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).

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Das flächendeckende oö. Abwasserscreening ist Teil unserer umfassenden Vorbereitungen auf den kommenden Herbst.

Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP)

450.000 Wohnsitze überwacht
Konkret führt Oberösterreich das ursprünglich vom Bund betriebene, zuletzt aber ausgelaufene Abwassermonitoring an Schulstandorten weiter. Dazu kommen zehn weitere Kläranlagen. Die Auswertungen der Proben von schlussendlich 26 Standorten würden ein insgesamt aussagekräftigeres Bild über alle Bezirke und nicht nur in den Ballungsräumen zeigen, hofft man beim Land. In der Endumsetzung soll der Einzugsberich von rund 450.000 Hauptwohnsitzen in OÖ überwacht werden.

Zielgerichtet reagieren
„Mit dem Ausbau des oberösterreichischen Abwassermonitorings können wir Trends und regionale Unterschiede rasch erkennen und zielgerichtet darauf reagieren“, sagt der für die Wasserwirtschaft zuständige Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne). „Mein großer Dank gilt den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Landesdienst sowie den Betreiberinnen und Betreibern der Kläranlagen, ohne die der Ausbau dieses Programms nicht möglich wäre."

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