20.05.2022 15:53 |

Laut IOC-Studie

Großteil der Olympia-Sportstätten weiter betrieben

In der Debatte um die Nachhaltigkeit Olympischer Spiele hat das IOC eine Studie vorgelegt, nach der ein Großteil der Olympia-Wettkampfstätten bis heute in Betrieb ist. Der Erhebung des Internationalen Olympischen Komitees zufolge werden 85 Prozent aller permanenten Sportstätten von Athen 1896 bis Pyeonchang 2018 noch immer genutzt. In der Studie seien 817 Arenen und 106 temporäre Sportstätten von 51 Olympischen Spielen betrachtet worden, teilte das IOC am Freitag mit.

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Der Dachverband beruft sich bei der Studie auf Daten der Eigentümer oder Betreiber der Wettkampfstätten, der Gastgeberstädte und der Nationalen Olympischen Komitees. Die Wirtschaftsprüfer von KPMG hätten die Angaben unabhängig begutachtet, hieß es weiter.

Kritik an Rio
Experten und IOC-Kritiker hatten in der Vergangenheit immer wieder den Gigantismus Olympischer Spiele verurteilt. So wurden teils enorme Summen in Stadien investiert, die später kaum oder gar nicht mehr genutzt wurden. Ein Beispiel dafür ist der Olympia-Park der Sommerspiele von Rio de Janeiro 2016. Über Jahre hinweg war nur eine der dort errichteten Hallen regelmäßig in Betrieb. Zuletzt hieß es, dass die Handballhalle in vier Schulen umgewandelt werden soll.

Von den nicht mehr genutzten Olympia-Arenen seien die meisten zurückgebaut, abgerissen oder in Kriegen zerstört worden, hieß es. 35 der 817 permanenten Sportstätten seien geschlossen, derzeit ohne Nutzung oder aufgegeben worden, teilte das IOC mit.

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