13.05.2022 13:00 |

Sprengstoff entdeckt

Deutscher Schüler in Untersuchungshaft

Nach dem mutmaßlich vereitelten Bombenanschlag auf eine Schule sitzt der 16-jährige Verdächtige in Untersuchungshaft. Laut ersten Ermittlungen hatte er für diesen Freitag einen Anschlag vorbereitet. Der Gymnasiast könnte rechtsextrem sein.

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Wie berichtet, hat die Polizei am Donnerstag bei einem Schüler in Essen Material für eine Bombe gefunden. Dazu zählen Sprengstoff und 16 Rohrkörper, wobei ein Teil von ihnen mit Uhren und Nägeln präpariert waren. Darüber hinaus konnten die Beamten und Beamtinnen auch ein selbst gebautes Gewehr, eine Armbrust mit Pfeilen, Materialien zum Bombenbau und rechtsextreme Schriften sicherstellen. Ein Mitschüler hatte die Polizei darüber informiert, dass der Jugendliche angekündigt hätte, in der Schule eine Bombe zünden zu wollen. 

Der Anschlag soll für diesen Freitag geplant gewesen sein. Der Tatverdächtige soll seinen „Abschied für immer“ und ein „Geschenk für alle“ angekündigt haben, wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ schrieb.

Am Freitag berichteten die Ermittler und Ermittlerinnen, einen Haftbefehl gegen den 16-Jährigen beantragt zu haben. Die Gründe sind ein Verstoß gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz sowie das Vorbereiten einer Gewalttat. „Dass das Gericht den Haftbefehl erlassen hat, zeigt, wie ernst es dem mutmaßlichen Täter war“, sagte der nordrhein-westfälische Justizminister Peter Biesenbach (CDU). Umso wichtiger sei es gewesen, dass die Ermittlungsbehörden die Gefahr so früh erkannt und gebannt hätten.

Schule geschlossen
In der Schule selbst, dem Don-Bosco-Gymnasium in Essen-Borbeck, wurden keine verdächtigen Gegenstände gefunden. Das Gebäude und die ehemalige Schule des Jungen waren mit Sprengstoffspürhunden durchsucht worden. Das Don-Bosco-Gymnasium blieb am Freitag vorerst geschlossen. „Das Kollegium wird in der Schule zusammenkommen, um das Geschehene auf- und die folgenden Tage vorzubereiten. Dazu gehören auch die wichtigen mündlichen Abiturprüfungen am kommenden Montag“, erklärte die Schulleitung auf der Homepage. Man sei dankbar, dass nichts Schlimmeres passiert sei.

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