03.05.2022 06:00 |

Diskutieren Sie mit!

Sollen russische Künstler noch auftreten dürfen?

Spätestens seit Putins Invasion in die Ukraine werden auch Rufe laut, auch russischen Künstlern in aller Welt die Auftritte zu streichen. Ist das unfair oder ein wichtiges Zeichen, das in Zeiten eines Krieges gesetzt werden muss? Darüber spricht Katia Wagner mit ihren Gästen am Mittwoch, ab 20:15, auf krone.tv!

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Am Beispiel von Opern-Weltstar Anna Netrebko zeigte sich das Dilemma der russischen Künstler ganz besonders deutlich: zu Beginn des Krieges äußerte sie sich noch verhalten zu den Aggressionen aus ihrem Heimatland. Für ihre westlichen Auftraggeber war das zu verhalten und ihre Verbindungen zum Kreml zu deutlich - und ihre Auftritte wurden prompt aus den Veranstaltungskalendern gestrichen!

Netrebko jetzt „Verräterin“
Als die Opern-Diva sich dann doch klar gegen den Krieg positionierte, folgte das Echo aus Russland prompt. Der russische Parlamentschef bezeichnete sie als „Verräterin“, die nur ihre prestigeträchtigen Auftritte im Westen behalten wolle. „Die Bereicherungsgier und die Ruhmsucht übersteigen die Liebe zur Heimat“, schoss der Putin-Vertraue in Netrebkos Richtung. Russland ist empört - und Europa ob der Distanzierung glücklich. Sie trat zuletzt wieder in Monte Carlo auf.

Distanzierung oder Auftritt wird gestrichen
Russlands Kulturschaffende stehen seit dem Einmarsch von Putins Truppen unter enormen Druck. Die Weltengemeinschaft fordert eine klare Distanzierung, gleichzeitig könnte jedes falsche Wort zu harten Konsequenzen im Heimatland führen. Wer sich nicht gegen den russischen Krieg stellt, wird boykottiert und läuft Gefahr, dass Auftritte gecancelt werden. Für viele ist die Entscheidung, wie man sich hier positioniert, ein Dilemma.

Opernhaus setzt Tschaikowsky-Aufführung aus
Mehr noch: einige Theaterhäuser streichen sogar die gleich ganze Opern russischer Komponisten aus den Programmen. In St. Gallen wurde Tschaikowskys „Die Jungfrau von Orléans“ gegen eine Verdi-Oper ersetzt. Die Begründung: „Wir wollen die Leute mit unserer Kunst nicht psychologisch triggern“.

Sollen russische Künstler noch auftreten dürfen?
Sollen russische Künstler noch auftreten dürfen oder braucht es ihren Boykott, um ein klares Zeichen in die Welt zu schicken? Darüber diskutiert Katia Wagner am Mittwoch um 20:15 auf krone.tv. Reden Sie mit und schalten Sie ein!

Katia Wagner, jeden Mittwoch um 20:15 auf krone.tv

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).