Welt-Pinguin-Tag

Vorhang auf für „coolste Oberkellner“ der Welt

Sie sind exzellente Schwimmer, watschelnde „Frackträger“ und haben die beste „Thermowäsche“ der Welt: die Pinguine. Am 25. April findet seit 2008 jedes Jahr der Welt-Pinguin-Tag statt. Er soll darauf hinweisen, dass diese flugunfähigen Seevögel trotz ihrer Präsenz und Darstellung als niedliche Meeresbewohner vom Aussterben bedroht sind. Der Tiergarten Schönbrunn dagegen vermeldet seit Jahren einen Geburtenrekord bei den im Wiener Zoo lebenden drei Pinguin-Arten.

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Eine beliebte Quiz-Frage lautet: Wieso fressen Eisbären keine Pinguine? Weil Eisbären nur am Nordpol und Pinguine nur am Südpol leben. Aber genau genommen leben Pinguine nicht nur am Südpol, sondern sind in allen Ozeanen der Südhalbkugel zu finden. Die flugunfähigen Vögel besiedeln beispielsweise auch die Küstenwüsten Chiles und die Regenwälder Neuseelands. Rund elf der 18 Pinguinarten gelten als gefährdet oder stark gefährdet. Ursache ist (wie so oft) der Mensch, denn er verändert die Bedingungen in den Lebensräumen der Meeresbewohner.

Mr. und Mrs. „Cool“
Barfuß auf Eis watscheln, schwimmen im bitterkalten Wasser - Pinguine sind von Kopf bis Fuß auf Kälte eingestellt. Ihre Füße passen sich stets der Temperatur des Bodens an. Eine Fettschicht unter der Haut schützt zusätzlich ihre lebenswichtigen Organe. Ein besonderer Wärmespeicher ist das Federkleid: Die kurzen Federn halten wärmer als jede dicke Daunenjacke.

Kaiser der Superlative
Pinguine gibt es in allen Größen und Formen: vom 30 Zentimeter kleinen Zwergpinguin bis zum 1,30 Meter großen und um die 37 Kilo schweren Kaiserpinguin. Letzterer ist nicht nur der größte und schwerste seiner Art, sondern auch der schnellste. Er erreicht im Wasser eine Höchstgeschwindigkeit von 15 Stundenkilometer. Zudem kann der Kaiserpinguin bis zu 18 Minuten lang unter Wasser bleiben und auf der Jagd in Tiefen bis zu 500 Metern tauchen. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie sind ausgezeichnete Schwimmer.

Vornehm im Frack mit weißer Weste
Wenn Pinguine aufrecht stehen, sehen sie aus wie kleine Männer, angezogen für eine Abendgesellschaft. Ihre Garderobe dient als Schutz vor Fressfeinden: Für kreisende Raubvögel ist die schwarze Rückenseite der Pinguine kaum von der dunklen Meeresoberfläche zu unterscheiden. Für Haie oder Seelöwen, die unter den Pinguinen schwimmen, hebt sich deren weißer Bauch so gut wie gar nicht gegen den hellen Himmel über dem Meer ab.

Immer wieder Babyboom in Schönbrunn
Der Nördliche Felsenpinguin ist in seiner Heimat rund um die Inselgruppe Tristan da Cunha im südlichen Atlantik aufgrund von Überfischung und Umweltverschmutzung stark gefährdet. In Europa ist Schönbrunn der einzige Zoo, in dem diese Art regelmäßig Nachwuchs bekommt. Maßgeblich für die erfolgreiche Zucht ist das erfahrene und engagierte Tierpfleger-Team.

Ihnen ist es auch zu verdanken, dass sich bereits auch zwei weitere Pinguin-Arten im ältesten Zoo der Welt vermehrt haben: der Königspinguin und der Humboldtpinguin. Ein Besuch des Polariums im Tiergarten Schönbrunn zahlt sich jedenfalls für Pinguin-Fans immer aus.

Diana Zwickl
Diana Zwickl
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