07.04.2022 17:10 |

„Alle ausschalten“

Scharfschützin avanciert zur „Heldin“ der Ukraine

Nach dem Mythos vom „Geist von Kiew“ hat die Ukraine eine neue Heldin des Krieges auserkoren, die Armee und Bevölkerung genügend Motivation verschaffen soll, die Strapazen des russischen Angriffskriegs durchzustehen. Konkret rückte nun eine Scharfschützin ins Licht der Öffentlichkeit, die mit ihrer beeindruckenden Trefferquote an jene der erfolgreichsten Scharfschützin aller Zeiten herangerückt sein soll.

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Geschichten, wie sie der Krieg schreibt: Obwohl die Ukraine ihren echten Namen nicht preisgibt, wird die unter ihrem Kampfnamen „Holzkohle“ bekannte Frau von der staatlichen Kriegspropaganda bereits als „Heldin des modernen Krieges“ verehrt.

Soldatin, um Bruder zu beeindrucken
Eigentlich soll die Scharfschützin der Armee nur beigetreten sein, um ihren Bruder zu beeindrucken - seit 2017 kämpfte sie dann schließlich in der Ostukraine gegen die prorussischen Separatisten und quittierte erst Anfang 2022 ihren Dienst. Doch dann kam der Angriff aus Russland, der sie zur Rückkehr bewogen habe - sie soll aktuell der 35. Infanteriebrigade angehören.

Russen „keine Menschen“
Und ihr Statement scheint klar: Man kämpfe schließlich gegen „keine menschlichen Wesen“. Selbst die Faschisten seien nicht so abscheulich gewesen, zitieren sie Kameraden an der Front. Sie solle zudem versprochen haben, „bis zum Ende“ zu kämpfen, und rief dazu auf, „alle Invasoren auszuschalten“, schreibt das Militär in den sozialen Netzwerken.

Mehrere hundert Treffer?
Konkrete Details zu „Holzkohles“ kämpferischen Erfolgen gibt es zwar noch nicht, wie die „Times“ berichtet, soll sie bereits ähnlich erfolgreich sein wie die berühmte, ebenfalls ukrainische Scharfschützin Ljudmila Pawlitschenko, die als erfolgreichste aller Zeiten gilt. Pawlitschenko diente im Zweiten Weltkrieg der Roten Armee und zeichnete sich für 309 bestätigte Treffer verantwortlich.

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