Versorgungsengpass

Nur eine Hebamme für bis zu fünf werdende Mütter

Die Geburtshelferinnen schlagen Alarm! Nicole Humer vom Hebammengremiums in OÖ warnt vor akuten Personalengpässen: „Das bekommen werdende Mütter zu spüren, die keine Hebamme für die Wochenbettbetreuung finden, genauso wie Kolleginnen, die im Kreißsaal bis zu fünf Frauen gleichzeitig betreuen müssen.“
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400 Hebammen kommen von 5. bis 7. April im Linzer Brucknerhaus beim Österreichischen Hebammenkongress zusammen. Neben aktuellen Infos zur Geburtshilfe wird auch die Arbeitssituation dabei Gesprächsthema sein. 463 Hebammen gibt es derzeit in OÖ, 26 Prozent sind nur in Krankenhäusern tätig, 18 Prozent frei praktizierend, 56 Prozent arbeiten zusätzlich zum Krankenhaus auch in einer freien Praxis.

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Versorgungsengpässe, die schon vor der Coronapandemie bestanden haben, haben sich verschärft bzw. sind besonders sichtbar geworden

Nicole Humer

Am Interesse am Beruf mangelt es nicht 
24 frisch ausgebildete Hebammen werden im Sommersemester 2022 die Ausbildung in Oberösterreich abschließen. Viele Bewerber für das FH-Studium müssen aber jedes Jahr abgewiesen werden.

Nicht nur im Kreißsaal
Hebammen sind nicht nur im Kreißsaal tätig, sie stehen werdenden Müttern bereits in der Schwangerschaft und nach der Geburt oft bis zum Ende der Stillzeit zur Seite. Humer: „Wir haben in Oberösterreich einen eindeutigen Versorgungsengpass für Frauen, die im Wochenbett betreut werden wollen. Mütter verlassen heutzutage das Krankenhaus sehr bald nach der Geburt und leider bleiben sie und das Neugeborene dann zu Hause oft unbetreut. Besonders, wenn sie eine Kassenhebamme suchen.“ Derzeit gibt es in Oberösterreich nur 50 Geburtshelferinnen mit Kassenvertrag.

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Montag, 04. Juli 2022
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