29.03.2022 10:00 |

43 Stellen unbesetzt

Lehrermangel zwingt die Politik zum Handeln

An Schulen im ganzen Land macht sich der Lehrermangel immer stärker bemerkbar. Bildungslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) hat nun zwar erste Maßnahmen vorgestellt. Den Lehrervertretern sind die Pläne aber zu unkonkret. Sie fordern konkrete Maßnahmen von der Politik, denn die nächste Pensionierungswelle kommt.
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Karenzstellen, die seit Monaten nicht nachbesetzt werden können. Supplierstunden, die in der Oberstufe mit unbeaufsichtigten Arbeitsaufträgen für die Schüler abgehalten werden. Klassen, die mangels Lehrern ins Distance-Learning geschickt werden. Der Lehrermangel macht sich derzeit in Schulen im ganzen Land bemerkbar. „Wir merken das sehr stark. Und wir erwarten eine weitere Pensionierungswelle, die die Probleme verschärft“, sagt Lehrervertreterin Christine Haslauer.

Schon jetzt sind alleine im Pflichtschulbereich aktuell 43 Lehrerstellen von der Bildungsdirektion ausgeschrieben. Bildungslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) hat nun mehrere Maßnahmen vorgestellt, um dem Lehrermangel entgegenzuwirken.

Verwaltungsassistenten sollen Schulen entlasten
Neben einem verbesserten Umstieg vom Studium in den Lehrberuf und pensionierten Lehrern als Kurzfrist-Maßnahme soll auch nicht-pädagogisches Personal an Schulen eingesetzt werden, um die Lehrer zu entlasten. Entlastung sollen Assistenten für Verwaltung und Bürokratie bringen, aber auch Sozialarbeiter. Die Personalvertreter erwarten nun konkrete Taten. „Das sind ein paar Schlagwörter. Aber was heißt das eigentlich, wo sind die konkreten Maßnahmen“, fragt Haslauer vom Lehrerverein SALVE.

Die Pläne, Kollegen in Teilzeit vermehrt zu Vollzeit-Stellen zu motivieren, sieht Haslauer kritisch. „Jede Person, die eine verringerte Verpflichtung hat, hat einen Grund dafür“, sagt sie. Vor allem müsse man die Rahmenbedingungen für Lehrer attraktivieren.

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