Schlechtere Karrierechancen, geringeres Einkommen, Altersarmut und mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Salzburgs Arbeitnehmerinnen haben es auch im Jahr 2022 noch schwer – von Gleichstellung kann keine Rede sein. Das bestätigt der aktuelle Arbeitsklimaindex der Salzburger Arbeiterkammer (AK). „Es ist inakzeptabel, dass jede zweite Frau nicht oder gerade noch genug Geld zum Leben hat. Es ist unfair, dass Frauen bei ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung im Schnitt immer noch mehr als 11.000 Euro weniger als Männer verdienen“, zeigt AK-Präsident Peter Eder auf.
Tatsächlich verdienen Salzburgerinnen um 21 Prozent weniger als Salzburger. Rechnet man Teilzeit mit ein, sind es 37 Prozent. Und in der Pension bleiben Frauen sogar 21.781 Euro (42%) weniger! Die Gründe: Frauen arbeiten überwiegend in Berufen, die schlechter bezahlt werden. Sie sind mehrheitlich für Kinderbetreuung, Pflege und Haushalt zuständig und selten in Führungspositionen. Für mehr als die Hälfte der Frauen mit Kindern ist es schwer, Familie und Job zu vereinbaren.
Die Lösungsansätze liegen laut AK auf der Hand: Bessere Einkommen, Ausbau der Kinderbetreuung, Ausbau mobiler Pflege, Umsetzung des Familien-Arbeitszeitmodells sowie bessere Anrechnung von Kindererziehungszeiten.










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